Dr. Roland Uphoff, Geburtsschadensrecht, Jahrestreffen des Plexuskinder e.V.

Jahrestreffen des Plexuskinder e.V.

[Gesamt:4    Durchschnitt: 4.8/5]
v.l.n.r.: Dr. Roland Uphoff, Caterina Krüger (Kanzlei Uphoff), Anja Brückner-Dürr, Dr. Jörg Bahm

v.l.n.r.: Dr. Roland Uphoff, Caterina Krüger (Kanzlei Uphoff), Anja Brückner-Dürr, Dr. Jörg Bahm

Am 19.10.2019 habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen, Herrn Dr. Uphoff, am Jahrestreffen des Plexuskinder e.V. in Sankt Augustin teilgenommen. Als Gastgeber öffnete der Kinderschutzbund Sankt Augustin seine Türen für 14 betroffene Erwachsene und 21 Plexuskinder mit ihren Familien. In entspannter Atmosphäre hatten die insgesamt 110 Teilnehmer Gelegenheit, sich untereinander und mit Fachleuten auszutauschen.

Austausch zu Themen rund um die Plexusparese

Zum Programm gehörten Vorträge im Auditorium wie vertiefende Workshops zu verschiedenen Themenbereichen einer Plexusparese. Herr Dr. Jörg Bahm, leitender Arzt Plastische Chirurgie und Handchirurgie am Franziskushospital in Aachen und treuer Begleiter der alljährigen Treffen, informierte über gesundheitspolitische Entwicklungen an seiner Klinik vor Ort. Herr Dr. Roland Uphoff berichtete über Neues in der Rechtsprechung bei geburtstraumatischen Plexusschäden. Anke Hägele, Ergotherapeutin an den Sana Kliniken in Düsseldorf referierte über Therapiemöglichkeiten bei betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Schwerpunkt Traumabewältigung

Einen Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung bildete das Thema Traumabewältigung. Traumapädagogin Anja Brückner-Dürr zeigte in ihrem Vortrag Wege auf, wie Eltern nicht nur ihr betroffenes Kind unterstützen, sondern dabei insbesondere selbst stark bleiben können.

Sport motiviert und stärkt

Dass Sport eine exzellente Möglichkeit der Verarbeitung und zur Stärkung des Selbstbewusstseins bietet, wurde den Teilnehmenden sehr eindrucksvoll von jungen Erwachsenen demonstriert, die mit Plexusparese sportlich aktiv sind. Lina Neumair, Talentscout des Behinderten- und Rehabilitationssportverbandes Nordrhein-Westfalen e.V., gab Einblicke zum Einstieg in den Paralympischen Sport. Sie wurde von einer jungen Frau begleitet, die ihren Weg zur Schwimmathletin schilderte.

„Nichts ist unmöglich!“

Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum von Veit Schopper: Der Student hat seit einem Motorradunfall nur noch einen funktionsfähigen Arm und nur ein Bein. Doch er bestand die Aufnahmeprüfung an der Deutschen Sporthochschule Köln, welche als einer der härtesten Eignungstests überhaupt gilt. Ganz nach dem Motto: „Nichts ist unmöglich!“ zeigte er in seinem Videobeitrag, wie Menschen mit Plexusparese Sportübungen anpassen und ausführen können. Weitere Erfahrungsberichte junger Betroffener rundeten dieses Bild ab und haben den Anwesenden Mut für ihren eigenen Weg gemacht.

Der intensive Informations- und Erfahrungsaustausch des diesjährigen Treffens hat auf jeden Fall schon jetzt Lust auf eine Wiederholung im nächsten Jahr gemacht!

Einen Artikel zum Jahrestreffen können Sie hier herunterladen.

Ein Beitrag von:

Caterina Krüger
Fachanwältin für Medizinrecht,
Geburtsschadensrecht und Arzthaftungsrecht