Hebammen in Deutschland bekommen mehr Geld, um gestiegene Haftpflichtprämien zu bezahlen

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Die Krankenkassen und Hebammenverbände haben sich auf Druck des Bundesgesundheitsministers geeinigt, dass die Hebammen einen finanziellen Ausgleich für ihre gestiegenen Haftpflichtprämien erhalten (vgl. „Krankenkassen und Hebammen einigen sich“ in SPIEGEL ONLINE vom 5. August 2014). Es ist bemerkenswert, wie erfolgreich die Lobbyarbeit des Berufsstandes der Hebammen funktioniert und die ca. 5.000 Hebammen, die freiberuflich Geburten betreuen, es geschafft haben, ihren Hebammenstand derart darzustellen, dass ihre Existenz gefährdet sei, weil keine Haftpflichtversicherung sie mehr aufnehmen will bzw. weil sie unbezahlbar wird.

Zur Klarstellung: Die Krankenkassen zahlen im Ergebnis aus den Krankenkassenbeiträgen die gestiegenen Haftpflichtprämien der freiberuflichen Entbindungshebammen. Die Mitglieder der Krankenkassen finanzieren also die Schadensfälle der freiberuflich tätigen Entbindungshebammen.
Die entscheidende Frage ist und bleibt, warum die Haftpflichtprämien der freiberuflich tätigen Hebammen, die auch Geburten betreuen, gestiegen sind. Wer als freiberuflich tätige Hebamme Entbindungen betreut und nicht ausschließlich in der Vor- und Nachsorge während Schwangerschaft und Wochenbett tätig ist, zahlt ca. 5.000 Euro pro Jahr an Haftpflichtprämie.

Die Versicherungsgesellschaften sind gewinnorientiert handelnde Aktiengesellschaften, die die Haftpflichtprämien danach berechnen, wie hoch das „Haftpflichtrisiko“ und wie hoch die Haftpflichtsummen sind. Die Versicherungen kalkulieren also danach, wie hoch und wie teuer das versicherte Risiko ist. Die Erhöhung der Haftpflichtprämien beruht alleine auf der Zunahme von Fällen, in denen Hebammen wegen Behandlungsfehlern zur Leistung von Schadenersatz von deutschen Gerichten verurteilt wurden.

Hierzu kommt es so gut wie immer deswegen, weil die betreffende Hebamme es unterlassen hat, in einer sich anbahnenden kritischen Situation schnellstens einen Facharzt hinzuzuziehen oder die rechtzeitige Übernahme der Geburtsleitung durch einen Arzt aufgrund von Umständen, die die Hebamme zu verantworten hatte, gar nicht möglich war, wie dieses insbesondere bei Hausgeburten oder in Geburtshäusern der Fall ist. Regelmäßig trifft in solchen Fällen die außerklinisch tätige Hebamme auch der Vorwurf, dass sie die vor der Geburt stehende Frau nicht ausreichend über die Risiken einer Geburt ohne ärztliche Begleitung aufgeklärt hatte.

Insofern mutet es grotesk und zynisch an, wenn der Deutsche Hebammenverband in der Presseerklärung ausführt, man müsse weiter eine „strukturelle Lösung der Haftpflichtproblematik“ fordern. Es wird damit argumentiert, dass die hohen Versicherungsprämien eben deshalb gestiegen seien, da die Kosten stark gestiegen seien, die bei einer Schädigung des Kindes durch einen Fehler der Hebamme entstehen würden und ein behindertes Kind heute wegen des medizinischen Fortschritts oft viel länger lebt als früher (vgl. Presseerklärung des Hebammenverbandes). Zur Klarstellung: Die Hebammen kritisieren, dass sich die Haftpflichtprämien erhöht haben, da die behinderten Kinder länger leben und die Kosten der Pflege der behinderten Kinder hoch seien(!).

Ich halte es für untragbar, wenn die Zusammenhänge und der Grund der höheren Versicherungsprämien verschleiert werden und nicht eindeutig klargestellt wird, dass Versicherungen die Erhöhung der Haftpflichtprämien deshalb vorgenommen haben, weil Hebammen behandlungsfehlerhaft Entbindungen betreut und geburtsassoziierte Hirnschädigungen verursacht haben. Die durch Entbindungsfehler von Hebammen eintretenden Katastrophen sind furchtbar, und zwar nicht nur für die betroffenen Kinder, deren Gehirne häufig wegen einer verzögerten, nicht durch Kaiserschnitt beendeten Geburt irreparabel geschädigt sind, sondern auch für die Eltern und die gesamte Familie.

Dabei muss man wissen, dass die in Krankenhäusern tätigen angestellten Hebammen, die bei jeder Geburt mit Ärzten kooperieren, keinerlei Probleme haben, ausreichenden Versicherungsschutz zu erlangen. Sie brauchen nicht selbst eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, sondern sind (wie Krankenhausärzte) über das Krankenhaus versichert.
Das Gejammer der freiberuflich tätigen Geburtshebammen, keinen preisgünstigen Versicherungsschutz oder einen Ausgleich hierfür in ausreichendem Maß zu erhalten, ist unerträglich.

Das drohende Verschwinden des Berufs der freien Entbindungshebamme braucht niemand zu bedauern. Keine Frau wird deswegen ohne kompetente geburtshilfliche Behandlung bleiben. Die deutsche Geburtsmedizin hat weltweit einen hervorragenden Ruf. Jede Frau, die vor einer Geburt steht, ist in einer ärztlich geleiteten Geburtsklinik besser aufgehoben als in einem allein von Hebammen betriebenen Geburtshaus, von Hausgeburten ganz zu schweigen.

Aus meiner Sicht bedarf es einer klaren gesetzlichen Regelung und eines gesetzlichen Verbots von Hausgeburten und Geburtshäusern, da diese die notwendigen und überlebenswichtigen Mindestanforderungen für eine geburtshilfliche Betreuung nicht erfüllen können. Dass die Lobbyarbeit der Hebammenverbände hiergegen Sturm laufen wird, ist offensichtlich. Haftpflichtversicherungsprämien bzw. die Kündigung von Haftpflichtversicherungen resultieren aus Schadensfällen, Schadenshäufigkeit und Schadenshöhe. Haftpflichtverfahren und Haftungsrecht sind auch Teil der Qualitätssicherung.

Dr. Roland Uphoff, M.mel.
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Medizinrecht

86 Kommentare
  1. Michaela
    Michaela sagte:

    Hat eigentlich schon einmal ein Vergleich mit anderen Ländern stattgefunden? Ich weiß gar nicht, ob zum Beispiel in der DDR eine Versicherung für Geburtsschäden aufgekommen ist. Trotzdem war das Land sehr geburtsstark. Leider geht es in diesem Land vordergründig darum Geld zu verdienen. Sollte sich nicht besser der Staat mehr um die Geburten kümmern? Schließlich ist er der größte Nutznießer bei steigenden Geburtszahlen.

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  2. Angelika Riegmann-Matthies
    Angelika Riegmann-Matthies sagte:

    Hausgeburten – erhöhtes Risiko
    Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF)
    Eine große, soeben veröffentlichte Studie mit fast 65.000 Schwangeren in Großbritannien hat belegt, dass die Hausgeburt mit einem erhöhten Risiko für Mutter und Kind verbunden ist. Die Autoren waren angetreten, um zu beweisen, dass die außerklinische Entbindung sicher und risikoarm ist. Stattdessen zeigte sich, dass 45% der Erstgebärenden während der geplanten Hausgeburt in eine Klinik transportiert werden mussten, weil die Hebammen auftretende Komplikationen nicht mehr beherrschen konnten. Schwere Komplikationen wie Hirnschäden, Armlähmungen, Lungenprobleme oder Knochenbrüche des Babys traten bei den Hausgeburten in 9,3 von 1.000 Fällen auf. Nach Entbindungen in der Klinik wurden schwere Komplikationen nur in 5,3 von 1.000 Entbindungen gefunden.

    Die Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Prof. Dr. Klaus Friese, und des Berufsverbandes der Frauenärzte, Dr. med. Christian Albring, weisen in einer gemeinsamen Stellungnahme der beiden Institutionen darauf hin, dass größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind während der Geburt nur in einer Geburtsklinik gewährt werden kann, in der auf unvorhersehbare Notsituationen sofort und ohne zeitraubenden Transport der Gebärenden mit dem gesamten ärztlich sinnvollen Behandlungsspektrum reagiert werden kann. Zudem ist, so Prof. Friese, in Großbritannien die Müttersterblichkeit dreimal so hoch wie in Deutschland.

    Auch in Deutschland muss fast jede zehnte Schwangere, die ihre Entbindung als Hausgeburt begonnen hat, während der Geburt in eine Klinik transportiert werden, weil unvorhergesehene Komplikationen auftreten: Geburtsstillstand, Blutungen, Gefährdung des Kindes durch Sauerstoffmangel und andere. Bei mehr als der Hälfte dieser Frauen muss dann ein Kaiserschnitt vorgenommen oder die Entbindung mit einer Saugglocke oder Zange beendet werden. Die Sterblichkeit von Neugeborenen liegt nach Hausgeburt um etwa ein Drittel höher als nach einer Klinikgeburt bei gleicher Schwangerschaftsdauer.

    Ähnlich bedrückende Zahlen sind aus den Niederlanden bekannt, in denen Hausgeburten einen Anteil von etwa 20 % an allen Geburten haben. Hier liegt die Sterblichkeit der Säuglinge nach der Geburt bei Hausgeburten sogar um den Faktor 2,3 höher als bei Klinik-Geburten. Sie gehört zu den höchsten in ganz Europa.

    „Wir sind stolz darauf, werdenden Müttern in Deutschland eine umfassende Schwangerenvorsorge und eine hochwertige klinische Geburtsmedizin bieten zu können“, so Friese und Albring. „Diese hohen Standards in Frage zu stellen würde bedeuten, die Sicherheit und die Gesundheit von Mutter und Kind zu gefährden.“
    © DGGG 2011. Pressemitteilungen
    Bei diesen Ergebnissen kann ich auch die Versicherungen verstehen- wenn die Beiträge erhöht werden. Es besteht doch auch ein Risiko für die freiberuflichen Hebammen und für Mutter & Kind.
    „Jeder darf sich frei entscheiden, aber wenn dabei ungeborenes Leben in Gefahr ist, wer trägt dann die Verantwortung????“.
    Wer trägt das Risiko? Wer zahlt den Rollstuhl? Wer kümmert sich um die geschädigte Familie? Fragen über Fragen und eine Antwort kann uns keiner geben – es gibt sie nicht.
    Der Beruf Hebamme soll bleiben, wichtiger Bestandteil beim Thema Schwangerschaft und Geburt- Hier geht es nur um Verantwortlichkeit und um Risiko.

    Links zum Nachlesen:
    http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/hausgeburt-aerzte-und-hebammen-streiten-um-risiko-a-821295.html
    http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-02/hebammen-haftpflichtversicherung/seite-2

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/prozess-um-totgeburt-hebamme-droht-haftstrafe-wegen-totschlags-12657414.html

    http://www.gdv.de/2014/02/warum-bezahlbarer-versicherungsschutz-fuer-hebammen-immer-schwieriger-wird/

    http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/hebamme-muss-millionen-schadenersatz-fehler-zahlen-607491.html

    http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Kind-kommt-nach-Hebammen-Fehler-behindert-auf-die-Welt-id27297847.html

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    • Michis Welt
      Michis Welt sagte:

      tststs…nicht nur die Hälfte schreiben 🙂 Ich mein: Wer würde daran glauben, dass Pressemitteilungen ausgewogen informieren? Dieselben Studien lassen sich bestns PRO HAUSGEBURT auslegen. Wie ich bereits in meiner Antwort auf den weiteren Artikel zum Thema ausführte. Sie beißen sich außerdem am falschen Thema fest. Die supertolle Geburtshilfe in Kliniken ist zu nichts nütze wenn sie wegen Abwesenheit derselben (also der Kliniken ) ihr Kind im RTW auf der Autobahn gebären müssen, wie jüngst in Ostholstein gleich zwei Mal geschehen. Tritt Geburtshilfe à la Uphoff und Feige ein, dann wird dies Alltag. Da kleinere Häuser u.a. wegen der hohen Prämien nicht mehr existieren können. Ein ganz neuen Aspekt bringt dieser Artikel mit. Viel Spaß beim Lesen. Hilft aber nur, wenn man sich den Artikel.in Gänze zu Gemüse führt. Schlimm, dass man hier scheinbar auf solche Selbstverständlichkeiten hinweisen muss:
      http://m.tagesspiegel.de/wissen/kinder-mit-trisomie-13-und-18-fuer-tot-erklaert/10661536.html

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  3. U.B.
    U.B. sagte:

    Ich (Frau und Mutter) kann mich nur Frau Thöne anschließen.
    Hätte ich von MEINEM Recht Gebrauch gemacht, mich zu entscheiden, ob ich zu Hause oder vielleicht in einem Geburtshaus meinen Sohn zur Welt bringe, hätte ich meinem Kind SEIN Recht auf ein gesundes Leben mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genommen. Vielleicht hätte ihn MEIN Wunsch sogar SEIN Leben gekostet. Ich bin einfach nur heilfroh, dass ich mich dazu entschlossen habe, in ein Krankenhaus zu gehen – mit meiner Beleghebamme. So hatte ich in der Hebamme eine vertraute Person dabei, hatte aber gleichzeitig das Gefühl, im Notfall stehen alle Möglichkeiten zur Verfügung, um meinem Kind ggf. sogar das Leben zu retten – was am Ende mehr als notwendig war.
    Wenn Hebammen sich entscheiden, freiberuflich und außerklinisch tätig zu sein, sollen sie das tun, aber dann sollen sie auch bitte für eine entsprechende Absicherung sorgen, für den Fall, dass etwas passiert – und zwar aus eigener Tasche. Ich als allein erziehende und fast Vollzeit berufstätige Mutter soll mit meinen Krankenkassenbeiträgen das Risiko von freiberuflichen Hebammen mitfinanzieren? Was ist daran gerecht?
    Ein freiberuflich tätiger Rechtsanwalt z. B. muss seine Haftpflichtbeiträge auch selbst bezahlen – ob er viel oder wenig Geld verdient. Ich versteh nicht, warum das bei Hebammen, die frei wählen können, wie und wo sie arbeiten, etwas anderes sein soll.

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    • Hildegard Thöne
      Hildegard Thöne sagte:

      Danke für Ihre Stellungnahme,
      schön dass es doch einige gibt die sich ernsthafte Gedanken um das Wohl des Kindes machen und nicht nur die gemütliche Atmosphäre im Vordergund sehen. Jeder der sich dazu entscheidet freiberuflich zu arbeiten kommt für seine Versicherungen selbst auf. Wenn ich spezielle Wünsche wie einige Hebammen habe, sollte ich mir auch im klaren darüber sein dass diese kostenintensiv sind. Wir müssen auch für die Fehler die wir begehen Verantwortung übernehmen und gerade bei Fehlern die ein Menschenleben zerstören können sollen andere die Verantwortung übernehmen? Wenn die freiberuflichen Hebammen mal einmal selbst zur Verantwortung gezogen würden und nicht über die Versicherung würden viele vielleicht endlich mal darüber nachdenken, welches Risiko sie den Familien zumuten.
      Ich hoffe, dass hier ein Umdenken stattfindet!!

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      • Traumatisierte Mama
        Traumatisierte Mama sagte:

        Aha, sehr interesannt.

        Eine Mutter hat also nicht das Wohl des Kindes im Sinn wenn sie Ausserhalb einer Klinik entbinden will?

        Dann werde ich mal aus meinen Erfahrungen berichten, da eine Klinik ja soo toll und sicher sein soll. Da leitet ein Arzt bei einer Frau die Wehen mit Medekamenten ein, und das Kind stirbt aufgrund dieses Medekamentes. Was also soll daran so toll sicher sein? Das Kind hätte vermutlich in einem Geburtshaus oder gar daheim in den eigenen 4 Wänden eher überlebt!

        Oder, Kind wird per geplantem Kaiserschnitt geholt und liegt nun aufgrund Anpassungsstörungen wohl immer noch auf der Intensivstation, Überleben unsicher, Ursache.. wurde wohl so bisher keine gefunden, dem Kind geht es schlecht. Es für den Kaiserschnitt keine medizinische Indekation. Solche Fälle kenne ich zu genüge.

        Oder, ein Kind wird in die KLinik gebracht, es soll wohl eignetlich ne Blinddarmop werden. Der junge Arzt der die Narkose vornimmt, hält sich für ganz toll und merkt nicht das er dem Kind die falsche Narkose verabreicht. Kind Tod, und der Fehler wurde ganz toll unter den Tisch gekehrt.

        Mir wurde mal gesagt, das ich niemals Kinder haben werde. Als ich dann überraschend doch schwanger wurde,wollte man mich zu einer Abtreibung zwingen, da ich ja mit meinen körperlichen Schäden niemals eine Schwangerschaft überstehen würde. Das Resultat, der Arzt sah meinen Stinkefinger und mein erstes Kind ist 5 Jahre alt. Es gibt nichts gefährlicheres als ein Krankenhaus.

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    • Michis Welt
      Michis Welt sagte:

      Ganz einfach liebe U.B. – weil es hier nicht um die Hebammen, sondern um ein elementares Menschenrecht der gebärenden Frau geht.
      Weil Herr Uphoff hier verschweigt, wo und wodurch Fehler in der Geburtshilfe wirklich passieren. Seien sie sich gewiss: Ginge es nur um die 1,8 Prozent Hausgeburten und den daraus resultierenden Minimalsatz an geburtshilflichen Schädigungen würde Herr Uphoff seine Brötchen mit einem anderen Betätigungsfeld verdienen. Der hohe – und für die Kinder durchaus berechtigte !!! -Streitwert sichert ihm nämlich ein nicht unerhebliches Honorar. Er vergisst auch zu erwähnen, dass viele seiner selbst vertretenen Schadensfälle in Kliniken eintreten. Natürlich ist da immer eine Hebamme dabei. Das will der Gesetzgeber nämlich so. Denn der sagt folgerichtig, dass es zur Geburtsbeginn einer Expertin bedarf, die für diesen Zweck mehrere Jahre ausgebildet wurde. Nicht wie Ärzte mit einigen theoretischen Kenntnissen versehen, dann in der Praxis in einem unterbesetzten Dienst das erste Mal einen Notfall begleiten sollen. Schäden für Mütter und Kind sind tragisch und müssen in jedem Fall ausgeglichen werden. Und zwar in ausreichendem Maße. Das ist an keiner Stelle dieser Diskussionen in Frage gestellt worden. Herr Uphoff lügt Frauen wie ihnen schlicht sehenden Auges in die Tasche, wenn er das behauptet. Natürlich lügt er nicht im strafrechtlichen Sinne. Sagen wir mal, er lässt weg – oder weiß es nicht besser. Bei des wäre kein Ruhmesblatt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bezeichnet diesen geforderten Ausgleich im Abschlussbericht der IMAG als ‚gesamtgesellschaftliche Aufgabe‘. Denn unsere Gesellschaft braucht und will Kinder. Übrigens müssen auch Gynäkologen diese Haftpflicht leisten, sogar solche, die an Kliniken arbeiten. Auch für diese ist das nicht mehr finanzierbar. Weshalb Herr Montgomery vom Marburger Bund nun auch schon Herrn Gröhe aufgefordert hat, endlich tragbare Lösungen zu finden. Das ist der gleiche Verband, der kürzlich 5 M I L L I A R D E N mehr von den Kassen forderte und sich mit lumpigen 800 Millionen zufrieden geben musste..Das sind 796 Millionen mehr als jetzt die Hebammen zusätzlich erhalten. Von Ihren Krankenkassenbeiträgen.

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      • Hildegard Thöne
        Hildegard Thöne sagte:

        Hallo Michis Welt,

        Ihre Info bzgl. der Honorare stimmen mich nachdenklich!!
        Natürlich verdienen Rechtsanwälte an den Prozessen, so wie jeder andere der arbeitet auch verdient.
        Wenn es hier jedoch ausschließlich um die Honorare gehen würde, könnten alle Anwälte im Geburtsschadensrecht sich auch zurücklehnen und darauf warten dass die nächsten Fehler bei der Geburt passieren und sie neue Mandate bekommen. Jede Aufklärung über Vermeidung von Geburtsschäden und jedes gesunde Kind welches zur Welt kommt bedeutet theoretisch ein verlorenes Mandat für die Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Geburtsschadensrecht!!! Wo bitte sehen Sie hier die finanziellen Absichten?

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        • Michis Welt
          Michis Welt sagte:

          Herr Uphoff verweist mehrfach darauf, dass er und sein ‚Dunstkreis‘ an großen Perinatalzentren mit mind. 5.000 Geburten interessiert sind. Glauben Sie mir: Da steckt Potential drin. Ich denke, dass Herr Uphoff ein guter Anwalt ist, der sich für seine Mandanten einsetzt. Dafür soll er auch ein angemessenes Honorar erhalten. Ich könnte hier auch eine Parallele zu den ebenfalls freiberuflichen Hebammen aufzeigen, aber das erspare ich uns mal 🙂 Ich wollte mit meiner Antwort deutlich machen, dass auch er von dem jetzigen System profitiert. Schön, wenn ich verstanden wurde.

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    • Charisius
      Charisius sagte:

      Das freut mich, dass Sie noch eine Beleghebamme gefunden haben. Allerdings sind Beleghebammen ebenfalls von der Versicherungsporblematik betreofffen.
      Auch Ihre Hebamme wird nächstes Jahr keine Geburt mehr betreuen, weil sie keine Versicherung mehr hat.
      Es sind also 20% der Klinikhebammen auch betroffen.
      Ebenso kleine Kliniken, die wenig Geburte haben. Weil die Versichrungsprämie für alle Kliniken gleich hoch ist, egal wie viele Geburten sie machen. D. h. Kliniken unter 500 Geburten im Jahr müssen schließen und die Mütter ggf. 80 km zur nächsten Klink fahren.
      Auf Sylt oder im Schwarzwald schon real und die Zahl der Alleingeburten oder Geburten im Krankenwagen ist deutlich gestiegen. Ob das jetzt sicherer ist?
      Dann doch lieber geplant mit einer Hebamme im Wohnzimmer….ach ne, die gibt es ja auch nicht mehr.
      Dann steigen wir doch einfach alle auf einen Kaiserschnitt um. Das sie Sterblichkeit der Mütter da aber um das 1,5 Fache erhöht ist ( gegenüber sponate Geburt) ist ja egal. Hauptsache das Knd lebt…..

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    • Frau Schlau
      Frau Schlau sagte:

      Super das sie glücklich mit ihrer Bekeghebamme im Krankengaus entbunden haben! Nur-wer versichert bitte die Beleghebamme? Das Krankenhaus garantiert nicht! Die ist auch Freiberuflerin und muss sich Haftpflicht versichern. Und wer versichert die ganzen Hebammen die in den kleinen Kliniken im Belegsystem arbeiten? Die sind zwar in einem Krankenhaus aber auch Freiberufler! Hier fehlt irgendwie die Logik!

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    • Jessica
      Jessica sagte:

      Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass auch Ihre Beleghebamme eine freiberufliche Hebamme ist, die ebenfalls von der Verrsicherungsproblematik betroffen ist. Deshalb werden sie ihr nächstes Kind nicht mehr mit ihr gebären können. Was übrig bleibt sind große Zentren, hoher medizinischer Standart ohne Zeit für eine gute Betreuung. Sie werden nur noch eine Zahl sein… Eine von vielen. Wenn die Hebamme alle zwei Stunden mal nach Ihnen schaut, können sie von Glück Reden. Den Rest der Zeit sind sie allein. Mit PDA und Wehentropf… Wenns gut läuft endet das dann mit Powerpressen und Saugglocke… Oder machen wir gleich nen Kaiserschnitt? Wir wollen ja nix riskieren… Und schneller geht’s eh. Frau Meier, Müller, Schulz Pressen nämlich auch schon. Denkt hier eigentlich jemand an die Risiken einer Sectio für Mutter und Kind?

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  4. Hildegard Thöne
    Hildegard Thöne sagte:

    Nachdem hier die Wellen um das Thema ziemlich hoch schlagen und auch uns schon öfter erreicht haben möchte ich hier als betroffene Mutter und Leiterin eines Netzwerkes welches sich für geburtsgeschädigte Kinder einsetzt mal zu Wort melden. Auch wir wurden mit dieser Thematik schon häufig konfrontiert, bekamen Vorwürfe von Hebammen, dass die Ansprüche unserer Kinder dafür verantwortlich seien, dass die Haftpflichtprämien nicht mehr zu bezahlen seien!! Dieses ist für die betroffenen Familien wie ein Schlag ins Gesicht!! Als verantwortungsbewusste Hebammen, sollten diese eigentlich das Wohl der Kinder im Auge haben und froh darüber sein, dass die Kinder, deren ganzes Leben durch Fehler bei der Geburt zerstörrt wurde, zumindest finanziell einigermaßen entschädigt werden. Es ist tragisch genug, wenn Kinder durch Fehler anderer ein derart eingeschränktes Leben führen müssen, welches von Mißachtung, ständigen Kämpfen und der täglichen Sorge um die Gesundheit geprägt werden. Dadurch werden ganze Familien zerstört!!! Hier dann nur das Geld der gestiegenen Prämien im Vordergrund zu sehen finde ich schon völlig daneben!!! Was hat die Haftpflichtprämie noch mit dem Wohl des Kindes zu tun???? Denkt mal jemand darüber nach welche Schicksale verursacht wurden??? Mal abgesehen von den Kosten welche von den Familien eines schwerstbehinderten Kindes aufgebracht werden müssen um den Kindern ein halbwegs akzeptables Leben zu ermöglichen!! Schade dass hier nicht mehr das Wohl der Kinder sondern die finanzielle Situation der Hebammen im Vordergrund steht !! Natürlich gibt es auch in Kliniken Risiken, nur Fakt ist auch, dass vor Ort andere Möglichkeiten vorhanden sind, die bei einer rechtzeitigen Erstversorgung lebensrettend sein können. Viele unserer Kinder hätten keine Chance gehabt wenn nicht rechtzeitig auch medizinische Hilfe vor Ort gewesen wäre!! Sarkastisch gesehen könnten man jetzt natürlich auch behaupten, dass die Schadenssummen dadurch geringer ausfallen würden da ein totes Kind nicht so viel Schadensersatz bekommt und somit die Haftpflichtversicherung nicht so belastet wird! Ich finde es schon sehr erschreckend, dass gerade Fachleute aus dem medizinischen Bereich hier so das Geld für die Prämien in den Vordergrund stellen und die Prämien wären nicht so stark gestiegen wenn es nicht so viele Schadensfälle geben würde! Hier das Risiko weiter in Kauf zu nehmen und trotzdem, aus eigenem Interesse- und weil es für einige Mütter romantischer zu sein scheint in einem Geburtshaus zu entbinden, gleicht einem „russisch roulette“ Dieses hat auch nichts damit zu tun, dass wir die Arbeit der Hebammen nicht anerkennen, aber bitte im Interesse unserer Kinder mit größtmöglicher med. Sicherheit im Hintergrund!! Natürlich können Fehler passieren, nur dann sollten die Hebammen froh darüber sein dass die Schadensersatzforderungen von den Versicherungen getragen werden und nicht noch die Familien, welche durch Fehler bei der Geburt teilweise zerstört wurden, dafür verantwortlich machen das die Prämien gestiegen sind! Hier wäre wohl etwas mehr Gewissen und Verantwortung wünschenswert!!!

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    • Michis Welt
      Michis Welt sagte:

      Liebe Frau Thöne, ich habe vom Schicksal ihres Sohnes gelesen und freue mich, dass er dank ihres Engagements nunmehr eine gute Prognose zu haben scheint. Eigentlich sollte Ihnen, sie schreiben von sogar zahlreichen ärztlichen Behandlungsfehlern sowie einer placenta praevia doch nicht nur an einer angemessenen Entschädigung, sondern an einer Verhinderung dieser Fälle gelegen sein? Sie selbst haben erfahren dürfen, dass durch alternative Behandlungsmethoden, die nicht finanziert wurden, ihrem Kind Besserung widerfahren ist. SIE sind ihrem Gefühl gefolgt. Verunglimpfen Sie doch bitte nicht andere Mütter, die genau dies an anderer Stelle auch tun. So tragisch es ist: Fehler passieren. In ihrem Fall in einem Krankenhaus. Knapp zwei Prozent der Geburten finden außerklinisch statt. Sie sind nicht mehr oder weniger riskant als Klinikgeburten bei vergleichbaren Gruppen. Sie wissen das. Ich weiß das. Und Herr Uphoff weiß das auch. Es geht bei dieser ganzen Thematik doch um mehr. Geburten in großen Perinatalzentren am Besten per geplanten Kaiserschnitt? Nun, wir Mütter wissen: Kinder kommen nicht nach Plan und haben vor allem ihren eigenen Kopf. Weite Wege zur Klinik führen zu Geburten im Rettungswagen, wie jüngst in Ostholstein gleich zwei Mal hintereinander geschehen, da eine Geburtsklinik dicht gemacht hat. Wollen Sie das? Bei Ihnen in Bayern werden 60 Prozent der Kinder von freiberuflichen Hebammen in Kliniken entbunden. Ein Großteil derer würde gerne fest angestellt arbeiten. Leider können und wollen sich die Klinikbetreiber das nicht leisten. Oder wollen es nicht. Die hohen Haftpflichtbeiträge…Sie wissen schon. Sie und ich stehen auf der gleichen Seite. Ärzte, Hebammen … und Rechtsanwälte sind unsere Dienstleister. Lassen Sie uns doch gemeinsam bereits die Geburt ein wenig sicherer machen.

      Antworten
      • Hildegard Thöne
        Hildegard Thöne sagte:

        Hallo Michis Welt,
        ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet dass in einer Klinik KEINE Fehler passieren können. Unser Ziel ist es das Risiko zu minimieren.
        Fakt ist bei uns, dass vermutlich weder mein Sohn noch ich eine Hausgeburt überlebt hätten und mein Sohn keine Chance gehabt hätte wenn nicht medizinische Hilfe vor Ort gewesen wäre.
        Natürlich kann man ein Restrisiko nie ausschließen wie Sie es z.B. auch mit den Geburten in Rettungswägen geschildert haben.Das das Gesundheitswesen mit vielen Mängeln behaftet ist, ist uns allen bekannt, jedoch appellieren wir an die bestmögliche Versorgung von Mutter und Kind bei der Geburt um im Ernstfall Risiken zu minimieren

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        • Michis Welt
          Michis Welt sagte:

          Es geht nicht um Berechnung, Statistik, Maximum oder Minimum. Dies ist das Leben, Frau Thöne. Es kann wunderbar und grausam sein und beides zugleich. Die Geschichte Ihres Sohnes beweist das. Tatsächlich wissen heute auch viele Ärzte, dass nicht ein Mehr, sondern nur ein Weniger zum richtigen Zeitpunkt für ein besseres Outcome bei Mutter und Kind sorgen. Sie schränken mit ihren Vorstellungen die Expertinnen für Geburten ein: Die Frauen und die Hebammen. Oft sind klinische Interventionen und Routineprotokolle der Auslöser für Notsituation en. Niemand fordert, dass alle Frauen ihre Kinder Zuhause gebären sollen. Aber bei keiner Frau, egal wo, sollte wie ein Schatten der Jurist die Geburt mit begleiten. Wir sind ein freies Land und treffen freie Entscheidungen. Lassen Sie nicht ihren persönlichen Fall als Grundlage für alle weiteren Geburten stehen. Sehen Sie, meine persönliche Erfahrung wiederum ist eine ganz andere. Doch auch sie soll nicht Maßstab sein.

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    • Dipl.-Ing. Ulrich Wieland
      Dipl.-Ing. Ulrich Wieland sagte:

      Hallo, Frau Thöne,
      ich kann gut verstehen, dass sie als betroffene Mutter eines geschädigten Kindes eine schwere – und eben auch finanzielle – Last zu tragen haben, und ich kenne selbst diese Last aus dem engeren Familienkreis diese Situation sehr gut.
      Ich bin sicher, es steht für alle Kommentatoren wohl außer Frage, dass unsere Gesellschaft diese Last von Eltern geschädigter Kinder solidarisch mittragen muss und nicht Einzelnen überlassen darf. Aber gerade hier setzt ja unsere Kritik am jetzigen System an: Das darf man doch auch nicht den Hebammen überlassen! Ein ganzer Berufsstand mit kostbarem – und eben nicht nur medizinischen – Wissen und unglaublichem Einsatz für gesunde Mütter und Kinder soll geopfert werden, damit die Eltern behinderter Kinder unterstützt werden können? Was für ein Widersinn wäre das.

      Ich sehe in ihrem Beitrag einen schwerwiegenden Irrtum: Sie glauben offenbar daran, dass die größtmögliche Sicherheit in einer Klinik entsteht. Mal ganz abgesehen davon, dass jede Geburt das Risiko von lebensbedrohlichen Situationen oder gar dem Tod in sich trägt und gerade deshalb jede Geburt ein großes Wunder ist: die Geburt ebenso wie die Gesundheit entziehen sich größtmöglicher Sicherheit. Es gibt keine 100 Prozent, Leben entzieht sich generell der medizinischen Verfügbarkeit. Gerade eine hochtechnisierte Neonatologie, die mit wahnsinnigem Aufwand ein 23-Wochen-Baby überleben lässt, muss vor der Wahrscheinlichkeit kapitulieren, dass solche scheinbar geretteten Kinder am Ende häufig einen langen Leidensweg vor sich haben. Gerade durch die „Rettung“ vor dem frühen Tod wird nicht selten das Überleben eines schwerst geschädigten Wesens möglich. Das ist furchtbar traurig, aber damit wird schon klar, dass auch eine Klinik keineswegs größtmögliche Sicherheit bedeutet.
      Wieviel mehr, wenn in den letzten Jahren immer klarer wird, dass gerade durch medizinisches Eingreifen oft Gefährdungen des Geburtsverlaufes entstehen. Genau deshalb wird ja von vielen Eltern entschieden, für die Geburt eben nicht in die Klinik zu gehen. Und glauben sie mir: eine Hebamme ist gerade für den Notfall besonders gut ausgebildet. Sie wird bei einem pathologischen Geburtsverlauf, wie er in den Geburtshäusern und Hausgeburten in Deutschland bei höchstens 15% auftritt, die Fachleute für diesen Fall – die Geburtsmediziner – hinzuziehen. Auch meine Frau, die Hausgeburtshebamme mit Leib und Seele ist, wird nie die Nacht vergessen, als sie durch ihr beherztes Eingreifen nach einer völlig normalen Geburt ein Kind reanimieren musste. Für sie ist es ein großes Geschenk, eben ein Wunder, dass dieses Kind heute gesund und munter ist. Sowas gibt es eben nicht nur in Kliniken!
      Dabei ist es gut und wichtig, dass es Spezialisten für pathologische Geburtsverläufe gibt! Aber wir sollten uns hüten, an einem hochkomplexen natürlichen System wie der Geburt, einzugreifen, wenn dies gar nicht nötig oder sogar kontraindiziert ist. Es ist medizinisch in k e i n e r Weise zu erklären, weshalb wir in Deutschland mittlerweile jede dritte Frau (einschließlich ihrem Kind) dem Risiko und den Folgen einer schweren Bauchoperation aussetzen, die eigentlich nur für den Notfall ihre Berechtigung hat.

      Noch einen weiteren – wie ich finde schwerwiegenden Irrtum – sehe ich in ihrem Beitrag:
      „deren ganzes Leben durch Fehler bei der Geburt zerstört wurden“.
      Mag sein, dass es Einzelfälle gibt, in denen den Helfenden tatsächlich Fehler unterlaufen. Aber finden sie es nicht schrecklich, wenn von Menschen erwartet wird, dass sie immer alles richtig machen müssen? Machen sie selbst immer alles „richtig“? Ich finde allein den Gedanken daran unerträglich, dass meiner Frau mal ein solcher Fehler passieren könnte. Dann zählen nicht die Jahrzehnte und tausenden Geburten, in denen sie das große Glück hatte, dass ihr kein Fehler unterlief. Umso schlimmer: solches wird von Menschen erwartet, deren Beruf darin besteht, anderen beizustehen! Darf man ausgerechnet an jene einen solchen Anspruch haben, die in der „schwersten Stunde“ anderen Menschen uneigennützig beistehen?

      Antworten
  5. Gunnar Döring
    Gunnar Döring sagte:

    Herr Dr. Uphoff,

    sie sind ja niedlich. Was glauben Sie denn, wie seit Menschengedenken die Kinder auf die Welt kommen und wer dabei geholfen hat? Was glauben Sie denn, woher das Wissen über die physiologische Geburt kommt, das die Hebammen in ihrer Ausbildung vermittelt bekommen? Wie kommt es eigentlich, dass Frauen bei einem Kaiserschnitt ein dreimal höheres Risiko haben an den Folgen zu sterben als bei einer physiologischen Geburt? Wie kann es eigentlich sein, dass der Gesetzgeber die Anwesenheit von HEBAMMEN bei einer Geburt VORSCHREIBT, die von Ärzten aber nicht? Wissen Sie eigentlich, dass Hebammen ohne Ärzte entbinden dürfen, dies umgekehrt jedoch nicht der Fall ist – Notfälle mal ausgenommen. Warum lassen sich Ihre herbeigewünschten, die Geburt absichernden Ärzte in den Kreißsälen des Landes gerade von den HEBAMMEN in die Künste der Geburtshilfe einweihen? Lernen die das Bisschen Geburtshilfe etwa nicht nebenbei während des Studiums? Kann doch kaum sein, schließlich bilden wir in Deutschland doch inzwischen Rettungsassistenten in dieser Richtung aus. Woher kommen die zahllosen Berichte von Frauen, die gerade in Kliniken traumatische Erlebnisse erlebte haben, anstatt diesen Moment so zu erleben, wie sie es sich wünschen? Was ist eigentlich mit unnötigen Interventionen? Hier noch mal ein Schnitt – kann man ja abrechnen – und da noch mal die Blase eröffnet… Sie können doch unmöglich im Bilde sein.

    Warum schließen wir die Schwangeren nicht ab der 34. SSW in Entbindungszentren ein und entbinden standardisiert per Sectio? Dann können HERREN wie Sie hübsch an der Effizienz feilen und sich erfreuen, denn die Zahl der Geburtsschäden könnte im gleichen Maße steigen…. Das ist doch Ihr Geschäft.

    Natürlich wird auch in vielen, vielen Kreißsälen Deutschlands genau so schön und herzlich entbunden, wie in den Geburtshäusern, den Praxen oder zu Hause. Und es gibt auch viele Ärzte, die daran teilhaben. Aber gerade die Hebammen haben einen entscheiden Anteil daran, wie die Familien, Frauen UND Männer, die Geburt erleben. Das können Sie unmöglich jemals so erlebt haben…

    Und wo ich das schreibe, frage ich mich, wie Sie selbst wohl das Licht der Welt erblickt haben….

    Antworten
    • Hildegard Thöne
      Hildegard Thöne sagte:

      Mich würde mal interessieren wie viele von den Kritikern hier selbst betroffen sind, d.h., wie viele ein durch Hausgeburt geschädigtes Kind haben, weil medizinische Versorgung nicht/nicht schnell genug zur Verfügung stand. Leider ist es ja so, dass man erst näher darüber nachdenkt wenn man direkt, oder im Bekanntenkreis, davon betroffen ist. Ich kann mich an die vielen Kritiker erinnern die z.B. anschnallen beim Autofahren total uncool fanden, da man ja in der Beweglichkeit eingeschränkt wird. Helm beim Fahrrad fahren ebenfalls uncool weil es nicht so toll aussieht!! Erst als es zu viel tötliche oder lebensbedrohliche Unfälle dadurch gab wurde ernsthaft darüber nachgedacht!! Familien, die bei der Hausgeburt keine Probleme hatten unterstützen und befürworten die Hausgeburt, da sie zum Glück nicht mit Problemsituationen konfrontiert wurden. Für die Hebammen ist die Hausgeburt die Erfüllung, und wenn ein Kind dadurch schwerstbehindert zur Welt kommt ist es für sie ein „Schadensfall“ Für die betroffenen selbst jedoch die Zerstörung des gesamten Lebens!! Natürlich kann es auch in Kliniken zu Komplikationen kommen. Hier ist jedoch ein schnelleres eingreifen möglich. Gerade bei Kindern sollte jedoch die bestmögliche medizinische Versorgung gesichert werden, denn Kinder sind das kostbarste was wir haben !!! Vielleicht denken die Kritiker hier mal ernsthaft darüber nach welche Gefahren Kinder bei der Hausgeburt ausgesetzt sind !!??? Warum sind die Versicherungen wohl so teuer geworden? Ganz sicher nicht weil es mal zu EINEM Schadensfall gekommen ist!! Hier geht es nicht um die Bedürfnisse der Eltern und Hebammen sondern um die größtmögliche Sicherheit unserer Kinder!!! Zu den Hinweisen dass Geburten schon seit Ewigkeiten durch Hebammen betreut wurden nur so viel: Damals hatten wir auch die medizinischen Möglichkeiten noch nicht die uns heute zur Verfügung stehen und die Totgeburten wurden verschwiegen!!! Es spricht sicherlich nichts gegen Hebammen welche die Geburt in Kliniken begleiten, jedoch mit der bestmöglichen medizinischen Versorgung im Hintergrund für den Fall das es zu Komplikationen bei der Geburt kommt. Alles andere ist verantwortungslos!!! Wir betreuen über 2500 Familien mit schwerstbehinderten Kindern (überwiegend durch Geburtsschäden) und von unseren Familien wäre niemand mehr so naiv eine weitere Geburt als Hausgeburt zu realisieren. Schade dass immer erst etwas passieren muss bevor über die Risiken nachgedacht wird!! Bei Schwerstbehinderten wird leider von den Kritikern lieber weggesehen um sich deren heile Welt nicht zu zerstören. Solange es diejenigen selbst nicht betrifft interessiert es offensichtlich niemanden!!! Wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe kann ich nicht glauchen, dass sich irgendjemand schon mal ernsthaft mit den Risiken einer Hausgeburt beschäfftigt hat!!!

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  6. Nicole Schäfer
    Nicole Schäfer sagte:

    Meine Fresse, das ist ja die größte gequirlte Scheiße, die ich je gehört/gelesen habe!!!

    Entschuldigung, als wohl erzogener und guter Mensch und zukünftige Hebamme möchte ich solche Ausdrücke eigentlich nicht verwenden, aber was anderes dazu fällt mir echt nicht ein.
    Für den Beruf der Hebammen gibt es schon mal keine Lobby. Zudem sind die Haftpflichtprämien gestiegen, weil auch die Schadenssummen gestiegen sind, nicht die Anzahl der Fälle, im Gegenteil, diese sind in den letzten Jahrzehnten gesunken.

    Und wissen Sie auch warum? Weil eine Hebamme, die ihre Berufung mit Leidenschaft und Liebe ausübt, alles für das Wohl von Mutter und Kind macht und nicht vorsätzlich Fehler begeht.
    Fehler können passieren, davor ist niemand gefeit, ganz besonders nicht Sie, wie es scheint.

    Erst denken, dann agieren.

    Wahrscheinlich ist Ihr Doktor-Titel genauso erkauft wie Sie.

    Antworten
    • Hildegard Thöne
      Hildegard Thöne sagte:

      Guten Tag Frau Schäfer,

      Für den Beruf der Hebammen gibt es schon mal -wie Sie schreiben- keine Lobby. Könnte das daran liegen, dass viele Menschen genau so zur Hausgeburt stehen wie wir und deshalb die Lobby nicht aufgebaut werden konnte? Zudem sind die Haftpflichtprämien gestiegen, weil auch die Schadenssummen gestiegen sind, ist eine weitere Angabe von Ihnen. Wenn Sie als freiberufliche Hebamme am Wohl der Kinder, welche durch Fehler der Hebammen geschädigt wurden, interessiert wären müssten Sie sich eigentlich darüber freuen, dass diese Kinder zumindestens finanziell heute besser abgesichert werden als es noch vor einigen Jahren der Fall war. Aus Ihren Schreiben kommt jedoch eher die Wut über die gestiegenen Haftpflichtprämien zum Vorschein und Ihr Interesse am Kindeswohl kann ich daraus nicht entnehmen. Natürlich haben Hebammen bei der Geburt eine sehr wichtige Funktion. In einer gut ausgestatteten Klinik mit bestmöglicher medizinischer Versorgung im Ernstfall!! Schade, dass Sie sich offensichtlich nicht mehr Gedanken um die Risiken einer Hausgeburt machen, was man eigentlich von einer gewissenhaften Hebamme erwarten könnte der das Wohl von Mutter und Kind etwas bedeutet!!

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  7. Laura Vollmann
    Laura Vollmann sagte:

    Ich bin schockiert über Ihren unfassbar schlecht recherchierten und vor Falschaussagen strotzenden Artikel…kurz kam mir der Gedanke dass es sich hierbei um einen Aprilscherz handeln müsse! Aber nein….es ist ja garnicht der 01.04! Also was ist es dann? Ich kann ja nur mutmaßen…ich kenne Sie ja (zum Glück ) nicht persönlich..
    Ich kann mir nur vorstellen dass sie entweder unsagbar
    inkompetent oder aber von Pharmaindustrie und Ärztelobby geschmiert wurden?!
    Also in jedem Fall mein Beileid….mit dem Verfassen dieses Artikel können Sie sich leider nicht mehr zu den ernstzunehmenden
    Personen auf unserem Planeten zählen! Daran sollten Sie arbeiten…es wäre ein Anfang wenn sie sich mal umfassend über das Thema informieren! Viel Erfolg

    Antworten
  8. Aksana Rasch
    Aksana Rasch sagte:

    Herr Dr. Uphoff, ich schreibe Ihnen als Frau und Mutter. Wie können Sie es sich erlauben, Aussagen über die „kompetente Betreuung“ in der Geburtshilfe zu erlauben? Waren Sie jemals bei mehr als einer Geburt dabei? Waren Sie mal für einen längeren Zeitraum in der Geburtsklinik und haben Geburten mit erlebt? Haben Sie eine Vorstellung, was während der Geburt passiert und was es eine Geburt für Frau und Kind bedeuten? Sie reden von „Entbindungsfehlern“ als sei Geburt eine reine Mathematik! Ich hole Sie gerne aus der Welt der Zahlen zurück und fordere Sie auf, sich intensiver mit dem Thema Geburt auseinander zu setzen. Gerne gebe ich Ihnen auch Empfehlungen mit auf den Weg.

    1. Film „Orgasmic Birth“
    2. Film „Freedom for Birth“
    3. Film „Der erste Schrei“

    Ich habe von Buchempfehlungen abgesehen, doch Filme sind immer möglich.

    Als Anwalt leben Sie von 2 Parteien, die sich uneinig sind. Damit verdienen SieGeld. Dennoch sind Sie auch ein Mensch und vielleicht besitzen Sie noch einen Funken Respekt gegenüber Frauen, Männern und deren Familien und informieren sich, bevor Sie weitere Sätze aussprechen, die NICHT WAHR sind.

    Hochachtungsvoll,

    Aksana Rasch

    Antworten
  9. Bianca Kasting
    Bianca Kasting sagte:

    Sehr „geehrter“ Herr Upphoff.
    Tun Sie der Welt doch den Gefallen und machen Sie irgendwas, bei dem Sie keinen Schaden anrichten. Was Sie im obigen Text behaupten, strunzt vor falschen Aussagen. Dass Sie schlechter informiert sind als alle Politiker, die ich bislang traf, wäre ja gar nicht das größte Problem. Aber dass Sie Ihr Nicht-Wissen mit einer solchen Überzeugung präsentieren und damit Menschen beirren, ist ärgerlich. Ihnen würde ein Ehrenamt gut stehen. Arbeiten Sie mal mit richtigen Menschen, die richtige Probleme haben, und kehren Sie dem Geld den Rücken zu. Das würde sie wieder zu einem liebenswerten Menschen machen. Und lassen Sie um Himmels Willen diesen Blog sein.
    Mit etwas peinlich berührten Grüßen
    Bianca Kasting

    Antworten
    • Hildegard Thöne
      Hildegard Thöne sagte:

      Sehr geehrte Frau Kasting,
      Sie schreiben „beschäftigen sie sich mal mit richtigen Problemen“ das ist wie ein Schlag ins Gesicht für die betroffenen Familien, deren Kinder bei der Geburt geschädigt wurden!! Haben Sie sich jemals Gedanken darüber gemacht was es bedeutet ein behindertes Kind zu haben, dessen Leben z.B. durch fehlende medizinische Versorgung bei einer Hausgeburt, zerstört wurde?? Was es bedeutet 24 Stunden Notdienst zu machen wenn das geburtsgeschädigte Kind Anfälle bekommt und/oder beatmet werden muss!? Wo bitte fangen bei Ihnen die -wie Sie schreiben „richtigen Probleme an? Ich denke, dass Sie sich darüber wohl noch keine Gedanken gemacht habe weil es Sie ja nicht betrifft, denn sonst würden Sie hier nicht solche Kommentare schreiben!! Rechtsanwälte wie z.B. Dr. Uphoff setzen sich hier für die Entschädigung für die Kinder ein, deren Leben durch andere zerstört wurde!! Was ist daran für Sie so anrüchig??? Die Angst das die freiberuflichen Hebammen dadurch mehr Prämie zahlen müssen und keine weiteren Kinder schädigen können??? Die idyllische Umgebung in einem Geburtshaus ist das eine, die Sicherheit des eigenen Kindes das andere, wobei die Priorität für verantwortungsbewusste Eltern m.E. bei der Sicherheit des Kindes liegen sollte!! Wir als betroffene Eltern können nur Anregungen geben um möglichst vielen Eltern das Risiko zu ersparen. Die Entscheidungen können nur Sie für sich treffen, was Ihnen die Sicherheit ihres Kindes wert ist!! Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall- im Interesse der Kinder die RICHTIGE Entscheidung!!

      Antworten
      • Bianca Kasting
        Bianca Kasting sagte:

        Liebe Frau Thöne,
        ich meinte damit selbstverständlich nicht die Thematik, mit der er sich in Ihrem Kontext beschäftigt. Das versteht sich von selbst, dachte ich. Ich spreche von seinem Blog, bei dem er sich hinter faktisch falschen Texten verschanzt und das, in meinen Augen, aus einer rein finanzieller Motivation heraus. Ich wünschte, ich könnte glauben, dass Herr Uphoff wirklich betroffen ist von den Schicksalen, die ihm begegnen.
        Da ich Studien kenne, die seinen Aussagen eindeutig widersprechen, beschleicht mich leider ein anderes Gefühl.

        Antworten
  10. Max Limper
    Max Limper sagte:

    Lieber Herr Uphoff,

    Sie stellen in diesem Artikel einige steile Thesen auf, deren sachliche Grundlage in den Kommentaren ernsthaft bezweifelt wird. Warum verteidigen Sie Ihre Position nicht? Fehlen Ihnen die Argumente? Nehmen Sie Ihre Leser nicht ernst?

    Mit der Bitte um Stellungnahme und freundlichen Grüßen
    ML

    Antworten
  11. Marion
    Marion sagte:

    “ Keine Frau wird deswegen ohne kompetente geburtshilfliche Behandlung bleiben. Die deutsche Geburtsmedizin hat weltweit einen hervorragenden Ruf. Jede Frau, die vor einer Geburt steht, ist in einer ärztlich geleiteten Geburtsklinik besser aufgehoben als in einem allein von Hebammen betriebenen Geburtshaus, von Hausgeburten ganz zu schweigen.“
    Was raten Sie, Herr Uphoff, wenn die ärztlich geleitete Kliniken Gebärende nicht aufnehmen, wie vergangene Woche in Oldenburg geschehen?
    http://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Parkplatzgeburt-Mutter-und-Baby-im-Rettungswagen-versorgt

    Antworten
  12. Uli
    Uli sagte:

    Also bei einem Beitrag gibt es ja immer pro und contra Kommentare. Hier sehe ich bisher nur Contra. Das würde mir als Schreiber solcher Zeilen und beim sachlichen Inhalt der Kommentare doch schon an meiner geistigen Reife Zweifel aufkommen lassen.
    Ich hoffe der Herr Doktor liest auch alle Kommentare.

    Antworten
  13. Jörg Meike
    Jörg Meike sagte:

    Sehr geehrter Herr Uphoff,

    Das sie Fachanwalt sein wollen, kann ich gar nicht glauben, bei dem fehlenden Wissen zur Haftpflichtproblematik, kann ich betroffenen Eltern nur raten, sich wirklich Hilfe zu holen von jemanden der sein Fach versteht. Die Haftpflichtproblematik ist bei weiten nicht so einfach, wie sie es darstellen. Ich will auch gar nicht versuchen es ihnen zu erklären, Fakt ist aber das sie ihren Blog besser schließen sollten. Fehler passieren Hebammen genauso wie Ärzten, entgegen ihrer Meinung, weil Ärzte sind keine Götter und auch nur Menschen und wenn sie die Situation in den Krankenhäusern mal näher betrachten würden, könnten sie mit etwas Fachverstand sehr schnell merken, das die Situation in vielen Krankenhäusern sehr bescheiden ist und man als Patient nicht immer auf qualifizierte Hilfe hoffen kann. Ab 2016 wird es zum jetzigen Zeitpunkt keine Haftpflichtversicherung mehr geben, ich freue mich jetzt schon auf die vollen Wartezimmer, wo gesunde Kinder dem Arzt vorgestellt werden und das so tolle Krankenhaussystem zusammenbricht. Einige Fachärzte haben dieses Problem schon erkannt und unterstützen die Hebammen bei ihrer Forderung. Ich denke sie sind noch nicht mal Vater und hatten noch nie Kontakt zu einer Hebamme, das würde einiges erklären. Eigentlich kann man sich für Leute ihres Kalibers nur schämen und das tue ich jetzt.

    Herzlichst Jörg Meike

    Antworten
  14. A.Bertram
    A.Bertram sagte:

    Sehr geehrter Dr Uphoff,
    wie bitte erklären Sie die ebenfalls exorbitant gestiegenen Haftpflichtversicherungskosten der geburtshilflich arbeitenden Gynäkologen?
    Wenn doch die Hebammen, Ihrer Meinung nach, nahezu ausnahmslos ür die Schadensfälle verantwortlich zu machen sind?
    Das ist schon reichlich starker Tobak, den Sie da von sich geben!!!
    MfG

    Antworten
  15. myriam
    myriam sagte:

    Ich wünsche Ihnen eine Operation, die gegen ihren Willen durchgeführt wird, bei der Sie bei vollem Bewusstsein auf einen OP Tisch geschnallt und dann aufgeschnitten werden. Mit pietätlosen Gesprächen zwischen Anästhesisten und Chirurgen und einer nicht-wirksame Spinalanästhesie. Eine anschließende Not-OP wegen nicht-stillbarer Blutungen. Und einen 14-tägigen Klinikaufenthalt im 4-Bett-Zimmer.

    Das Kind wird keinen Geburtsschaden haben. Vielleicht.

    Antworten
  16. Hanka
    Hanka sagte:

    Am Anfang fand ich Ihren Text noch lesenswert, aber sehr schnell kamen Zweifel und jetzt möchte ich wissen, wie Sie sich trauen können, solche Halbwahrheiten zu veröffentlichen.
    Ich wünsche mir, dass DHV sich dazu äußert.
    Schreiben Sie bitte die nächsten Male objektiv!

    Antworten
  17. Krissi Bald
    Krissi Bald sagte:

    Ich bin ernsthaft erschrocken über das was Sie hier nieder schreiben! Ich bin Hebamme und arbeite in einer Klinik, die ja Ihrer Meinung nach die beste Entbindungsmöglichkeit für Frauen darstellt. Ich bin wie viele meiner Kolleginnen NICHT über meine Klinik versichert, teilweise stehen Hebammen nicht mal in der Klausel?! Ich kann KEINE 1:1 Betreuung leisten?! Schon jetzt macht es sich bemerkbar, dass Kolleginnen aufhören, Kliniken schließen und Geburtshäuser ebenfalls. Siehe letzte Vorkommnisse auf Sylt, wo es für Mutter und Kind „noch gut ausging“! Teilweise betreue ich 6Frauen gleichzeitig, nebenher läuft alles andere weiter (Ambulanz und Stationskontrollen) . Ich kann mich schon jetzt nicht 2teilen. Die Gefahr das etwas unter der Geburt geschieht besteht im Krankenhaus ebenfalls, teilweise sogar eher, da viele sinnlose Interventionen getroffen&durchgeführt werden, die ebenfalls Folgen für Mutter und Kind haben können. Desweiteren bin auch ich von dem Wegfall der Versicherung betroffen? Ich werde 2016 ohne Versicherung nicht weiter Arbeiten-bei einer 30jährigen Möglichkeit zu Klagen, bei der ich auch noch beweisen muss, dass ich nicht fahrlässig gehandelt hab? Ich kann 2016 nicht mal Vor- oder Nachsorge betreiben? Auch hier können Frauen ebenfalls in die Klinik gehen wird Ihre Antwort darauf sein! Und alles was in der Frauenbewegung hart erarbeitet wurde, kann wegfallen? Wer fängt die Mehrarbeit in den Kliniken Ihrer Meinung nach denn auf? Kliniken sind Wirtschaftsunternehmen?! Es werden schon jetzt nicht mehr Kolleginnen eingestellt? Frauen sind Zahlen bzw Geld für das Haus und macht vorm Kreißsaal keinen halt? Ängste hatten Frauen schon immer, „gefährlich“ war eine Geburt auch immer, aber ebenso immer ein Prozess der Mutternatur?!Soll ich meine schwangere Katze zur Geburt demnächst auch ins Krankenhaus bringen oder soll ich doch besser direkt ein Skalpell zücken?Auch ein Kaiserschnitt birgt Gefahren für Mutter und Kind!! Frauen können hier verbluten, die Herzfunktion kann aussetzen, Narben können aufplatzen und sich entzünden, Kinder können mit Anpassungsstörrungen auf der Kinderintensiv landen! Und auch hier kann jederzeit geklagt werden! Je mehr Kolleginnen wegfallen, je mehr Kliniken / Geburtshäuser schließen, desto mehr Risiken wird es geben, auch im Krankenhaus! Sterblichkeitsraten steigen, da auch nicht mehr Ärzte im Dienst seien werden! Gleiches oder teilweise weniger Personal- zwecks Einsparungsmaßnahmen bei steigender Frauenzahl!? Hier werden Gesetze gebrochen? Frauen haben ein Recht auf freie Geburtenwahl und laut GESETZ ist Hebammenpflicht bei einer Geburt! Sie tolerieren, dass Kolleginnen und auch ich den Beruf aufgeben müssen, den wir lieben. Das macht mich wirklich sprachlos!

    Antworten
  18. Georg Germer
    Georg Germer sagte:

    Herr Dr. Uphoff,
    ich bin erschrocken wie Sie derartige Behauptungen als Wahrheiten darstellen können.
    Man kann über viele Aspekte diskutieren, dass was sie hier schreiben ist allerdings schlicht hanebüchender Unsinn und Polemik.
    Mit freundlichen Grüßen
    Georg Germer

    Antworten
  19. luna
    luna sagte:

    Ist das gerade echt ihr Ernst hier. Ich bin fassungslos über so wenig Sachverstand über so wenig wahre Fakten und über anscheinend ganz wenig Hintergrundwissen und das von einem Fachanwalt.
    Ich bin nur Mama und begleite andere Mamas also fehlt mir wahrscheinlich die Kompetenz da mit zu reden .Aber nach 6 Geburten und einer tragischen Drillingstodgeburt kann ich hier klar und deutlich sagen Danke liebe Hebammen das ihr es möglich macht durch viel Aufklärung uns unsere Ängste zu nehmen und uns besten Wissens und Gewissens vor, während und nach der Geburt begleitet auch an unserem Wunschort und nicht wie manche Fachärzte einen einfach Nachts vor die Tür setzt weil man ja schon drei Kinder hat und eine Totgeburt nichts besonderes ist und auch nicht das man danach keine mehr bekommen könnte. ..Tolle Behandlung in Krankenhäusern und da soll man vertrauen.Übrigens danach folgten noch 4 weitere mit Wunschhebamme im Wunschkh.das bald wohl auch keine Hebammen mehr hat weil ja nur Beleg….aber bei ihrer Einstellung brauchen wir uns keine sorgen machen denn soviel Nachwuchs wirds bald ja nicht mehr geben wenn mehr Leute so denken

    Antworten
  20. Tamy
    Tamy sagte:

    Wow, hier wurde wohl eindeutig „Stammtischgerede“ zum Besten gegeben. Denn offensichtlich wurde hier keine Recherche betrieben, sondern mehrere Halbwahrheiten reißerisch aneinander gereiht. Was erhoffen Sie sich durch diesen Artikel? Zustimmung erhalten Sie mit Sicherheit nicht, ziemlich peinlich die ganze Geschichte!

    Antworten
  21. Kaja
    Kaja sagte:

    Sie nennen sich Fachanwalt? Dann sollten sie sich mit dem Thema, welches sie kommentieren, ersthaft auseinandersetzen!
    Was sie hier schreiben verbreitet ausschließlich Falschinformationen. Aber wie gut, dass Leute wie sie an dem System, welches sie vorantreiben am meisten verdienen.
    Daumen sowas von runter!

    Antworten
  22. C. Schaumberger
    C. Schaumberger sagte:

    Ich fasse es nicht! Wird hier völlig außer acht gelassen das ein groß drr Hebammen freiberuflich an Kliniken arbeitet und somit immer Ärzte bei den Entbindungen dabei sind? Diese Hebammen sind nicht über die Klinik versichert und müssen trotzdem diese hohen Beiträge zahlen. Mal davon abgesehen, dass die Entscheidung für eine Hausgeburt nicht von den Hebammen getroffen wird, sondern von der Mutter und evtl. dem Vater. Denn eine Hebamme kann werdende Mütter/Eltern nicht zwingen in eine Klinik zu gehen oder per Kaiserschnitt zu entbinden, wenn es Not tut, sie müssen die Entscheidungen akzeptieren. Sicher gibt es auch Hebammen die anders handeln, aber die meisten sind darauf aus, dass alle Beteiligten mit möglichst wenig Einschränkungen „davon“ kommen um ein sorgenfreies Leben zu haben, sonst hätten sie wohl die falsche Berufswahl getroffen! Und nur mal so zum nachdenken: Wieso dürfen, wenn es doch ach so schlimm und teuer ist, Hebammen allein Kinder auf die Welt holen, ein Arzt aber immer eine Hebamme an seiner Seite braucht?

    Antworten
  23. AN
    AN sagte:

    Das is ja mal der albernste Kommentar den ich bisher zu diesem Thema gelesen hab.
    Ich bin keine Hebamme, aber ich bin sehr froh, dass ich bei meinen Geburten eine hatte, die mehr besser zur Seite gestanden hat, als irgendein Arzt es je getan hätte. Die Ärzte hatten sich bei beiden Geburten komplett verschätzt und kamen auch jedes mal zur Entbindung zu spät mit den Worten „Ach – ging das jetzt so schnell“. Na danke aber auch …
    Klar, am Besten wir bringen jedes Kind mit Kaiserschnitt auf die Welt – kann man wunderbar planen – bringt den Krankenhäusern mehr Geld. Haben wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Aber vielleicht denkt auch mal jemand an die Mütter und Kinder.
    Legen Sie sich doch mal hin und lassen sich den Bauch auf schnippen und haben dann ein verstörtes brüllendes Kind. Die Männer können immer leicht reden. Ohne die Frauen – vor allem die Hebammen – wären wir schon längst ausgestorben. Da macht es unheimlich Sinn, wenn Männer wie Sie, schlecht recherchieren und so n Senf hier abgeben.

    Antworten
  24. Heb
    Heb sagte:

    Wahnsinn!
    Ich bin eigentlich sprachlos über so vieles was in diesem Text verdreht dargestellt oder gar falsch.
    Als „Spezialist“ derart uninformiert zu sein…

    Antworten
    • Heike Jockers
      Heike Jockers sagte:

      Ich glaube nicht, dass der Herr schlecht informiert ist. Anwälte informieren sich wahrscheinlich schon einigermaßen, was sie dann dazu schreiben hat damit aber nicht unbedingt viel zu tun, das wird immer gerade passend gemacht. Es geht nur darum Geld zu verdienen 😉
      Bisher dachte ich immer: Es ist manchmal gut zwei Ohren zu haben – zum einen rein zum anderen wieder raus – vielleicht sollte man versuchen diesen Text nur mit einem Auge zu lesen, vielleicht spuckt es das andere wieder aus, bevor etwas im Hirn ankommt, wäre das Beste.

      Antworten
  25. Vater
    Vater sagte:

    Ich bin sprachlos zu dem was sie da schreiben. Ich wünsche Ihnen einfach dass ihre Kinder in einem Krankenhaus mit einer möglichst sicherer Interventionskette mit abschließendem Kaiserschnitt zu Welt kommen.

    Ich bin wirklich froh dass es bei Geburten in Krankenhäusern wirklich nie Komplikationen, Geburtsschäden oder gar tote Kinder gibt. Zum Glück gibt es für alle werdenden Eltern eine klinische Geburtssstation in der Nähe. In machnen Gegenden sind es nur ca. 60 km die man fahren muss um sicher betreut zu werden.

    Aus meiner Sicht bedarf es eines gesetzlichen Verbots von Krankenhäusern da dort viele Menschen troz ärztlicher Aufsicht sterben. Dies Häuser stellen also nicht die überlebenswichtigen Mindestanforderungen bereit!

    Antworten
  26. Hebamme
    Hebamme sagte:

    Ich bin sprachlos.. Man kann in nahezu jedem Satz eine Halbwahrheit oder sogar Fehlerhaftes bennen, wenn man sich die Mühe macht, mit klarem Verstand die Dinge zu prüfen und zu beleuchten. Aber das spränge hier den Rahmen.
    Nicht, dass Sie auch nur eine dieser Reaktionen hier, für relevant halten werden – dies haben Sie ja im letzten Absatz deutlich gemacht.
    Ich arbeite als Hebamme in einem großen Level-1 Haus und Ihrer Sicht der gefahrenloseren Geburt in der Klinik durch die Präsenz der Ärzte, kann ich v.a. entgegenstellen, dass in Zukunft sicherlich zunehmend Schadensfälle beklagt werden, die aufgetreten sind, da aus Personalmangel (Ärzte+Hebammen etc) niemand ausreichend Zeit für die Gebärenden hat und Katastrophen somit wesentlich später bzw zu spät entdeckt werden. Dies wird bei einer außerklinischen 1-1 Betreuung so nicht der Fall sein.
    Das auch Klinik-Hebammen meist unzureichend versichert sind, ist den meisten Menschen, die mit der Thematik vertraut sind, bekannt.
    Unabhängig von der Frage Klinik oder außerklinische Geburtshilfe, ist es erschütternd was für Hass-Tiraden Sie gegen einen Berufsstand auffahren. Denn eigentlich kann man Ihrem Kommentar ja nur entnehmen, dass Hebammen immer schuld sind, ega wo. Dass es durch medizinisch arbeitende Menschen auch mal zu einer Fehleinschätzung kommt, ist wie in allen anderen Berufsständen, natürlich der Fall.
    Ich kann nur hoffen, dass Ihre Sicht differenzierter ist, als es hier rüber kommt, Sie die Paare nicht in gänzliche Verantwortungslosigkeit treiben (z.B. ggüber der Wahl von Schmerzmitteln, OPs etc und dem absurden Wunsch einer schmerzfreien Geburt etc) und zu Schuldzuweisungen antreiben.
    Denn die ganze Thematik rund um ein zu Schaden gekommenes Kind/Paar ist so unendlich komplex und in den wenigsten Fällen sofort einer Person und ihrer Böswilligkeit/Inkompetenz zu zu schreiben.
    Aber mit traumatisierten Menschen ist es natürlich manchmal leichtes Spiel, mit einem Funken ein Feuer zu entfachen.

    Ich gratuliere Ihnen, dass Sie sich einen so sicheren Beruf gesucht haben, den Sie vom Schreibtisch aus ausüben können und bei dem niemand ernsthaft zu schaden kommen kann – abgesehen von den, teils vllt zu recht, teils aber sicherlich auch einfach nur mangels gegenteiliger Beweise, verklagten Menschen.

    Und dass sich jm aus einem Berufsstand so über die finanzielle geringe Entlastung der Hebammen aufregt, in dem die meisten noch nicht einmal für das Gehalt einer Hebamme auch nur aufstehen würden, ist wirklich bizarr.
    Geburtshelfer (Ärzte, Hebammen) und Pädiater halten – sofern nicht gravierendes dagegen spricht – eine normale Geburt stets für das Beste und Schonenste für Mutter und Kind.
    Aber: Plädieren Sie doch gleich für den Zwang einer primären Sectio einer jeden Frau. Damit entfremden Sie sich dann immer weiter vom Gott-gegebenen und können ja auch einfach die Folgen der vielen Einleitungen, Eingriffen, OPs … vorerst ignorieren, da sich das meiste sicherlich erst in Jahrzehnten zeigen wird. Und die schon bekannten Risiken von erzeugter Pathologie, Atonie, Risiken für Folgeschwangershaften, anpassungsgestörte Kinder, Kinder mit Asthma, Diabetes etc kann man ja einfach mal unter den Tisch kehren. Denn eine polarisierende Weltsicht ist ja wesentlich einfacher.
    Aber keine Sorge um Ihren Beruf – auch dann wird sich jm finden, der bereit ist zu klagen.

    Ich wünsche Ihnen ein warmes Herz.

    Antworten
  27. Anke W.
    Anke W. sagte:

    Also wenn das so wäre, wie Sie das schreiben, dann wäre die Haftpflicht der Ärzte unbezahlbar! Sollen doch die Krankenkassen dafür aufkommen, schliesslich zahle ich dafür auch ein. Und danke Herr Anwalt dass sie mir vorschreiben wollen, wie und wo ich mein Kind zur Welt bringe! Lächerlich, was Sie da schreiben, wirklich!

    Antworten
  28. VCW
    VCW sagte:

    Was ich vergaß:
    Ihnen als Mann gehört das Mitspracherecht zu diesen Thema entzogen. Ich bin 4-fache Mutter und habe unter Stunden andauernden Schmerzen meine Kinder MIT LIEBE geboren. Sie hingegen werden niemals rund 35cm durch eine 10cm große Öffnung schieben müssen. Ihnen fehlt ergo das know how um mitreden zu können, was das beste für Mutter und Kind ist.

    Antworten
  29. antje beyer
    antje beyer sagte:

    Solchen unsinn konnte nur ein mann schreiben.wird dieser herr von kliniken subventioniert,das er so gegen hausgeburtshilfe ist?hat er noch nie statistiken gesehen über kunstfehler in der geburtshilfe in kliniken? Nicht zu fassen….da will doch einer das mittelalter zurück und das auf kosten der mütter,kinder und väter!

    Antworten
  30. n. l.
    n. l. sagte:

    Vielen lieben Dank für Ihre wunderbare Satire! Denn das Geschreibsel können Sie doch keinesfalls ernst gemeint haben. Falls doch, empfehle ich Ihnen auch nicht zu vermehren und evtl mal auf Hebammen angewiesen zu sein. Wobei.. dann würden Sie evtl selber erfahren, welch tolle Arbeit Hebammen erledigen und wie wichtig die für die Frauen sind. Und das gilt sowohl für Klinik- als auch für freiberufliche Hebammen. Ich schäme mich für Sie..

    Antworten
  31. Daniel Schregle
    Daniel Schregle sagte:

    Ich bin völlig entsetzt über diesen Beitrag mit soviel falschen Informationen.
    Deutschland hat im europ.Gebiet keinen „Superruf“ in der Geburtshilfe bei der Sectiorate.
    Die meisten Häuser stellen nur noch Beleghebammen ein, da die Prämie des Hauses um 50% steigt, wenn Hebammen mitversichert werden. In Bayerm schon über 80% der Häuser nur mit Beleghebammen.
    Ich habe selber in einer Uniklinik im Kreißsaal gearbeitet. Da gibt es Dammschnitte, weil der Assistent nähen üben müss.
    Schlechte Kinder, da 3 Std.keiner schauen kann und dann schnell Kaiserschnitt.
    3 Ärzte untersuchen in der Wehe, was ja nicht unangenehm ist?
    Die häufigsten Schäden verursachen grosse Kliniken, wegen Personalmangel, falscher Übergaben und schlechter Info über die Patienten. 1 Arzt betreut 3 Stationen und der hat auch nur 2 Hände.
    Das Hebammengesetz setzt die Hebamme zur Geburt- wir sind die Experten…die Ärzte die Operateure. Nicht ausgebildet für Damnschutz, Wehenarbeit und Betreuung.
    Ich wünsche Ihnen ein schnelles Berufsende, wenn Sie mit so einem schlechten Hintergrund so einen Text veröffentlichen!

    Antworten
  32. A. Li
    A. Li sagte:

    Meine große Tochter kam unplanmäßig zu Hause zur Welt, die Kleine im KH. Das KH hat für die komplette Geburt eine Rechnung von weit über 5000€ gestellt- und ich bin nichtmal dageblieben. Unter der Geburt habe ich weder Arzt noch sonst Klinikpersonal gesehen, obwohl mein Mann um Hilfe bat. Wir wurden einfach alleine gelassen und ignoriert. Meine Beleghebamme kam gerade rechtzeitig zur Geburt. Kurze Zeit später und es wäre NIEMAND dagewesen! Mitten in einer großen Uniklinik mit Maximalversorgung. Meine Hebamme musste laut werden, dass sich jmd mal bequemte zumindest fünf Minuten selner Zeit zu opfern! Die Hebammenbetreuung für die gesamte Zeit (vorsorge, geburt, nachsorge) 3000€…

    Ihr Blog ist naiv, unsachlich, schlecht recherchiert und trieft vor Vorurteilen! 6-Setzen, Herr Anwalt!

    Antworten
  33. Dipl.-Ing. Ulrich Wieland
    Dipl.-Ing. Ulrich Wieland sagte:

    Als Ehemann einer hochengangierten und äußerst erfahrenen freiberuflichen Hebamme mit jahrzehntelanger Erfahrung als Hausgeburtshebamme, und gleichzeitig als leitender Mitarbeiter eines Krankenhauses mit 1200 Geburten im Jahr kann ich nur sagen: sie sollten sich schämen, einen solchen für meine Begriffe unsachlichen, fehlerhaften und verleumderischen Beitrag zu verfassen. Er zeugt m.E. nicht nur von äußerster Unkenntnis eines höchst ehrenwerten Berufsstandes, sondern auch von einer unbegreiflichen Ignoranz der Arbeit von hochkompetenten Fachfrauen gegenüber, die seit Jahren zu verhindern versuchen, dass ein physiologischer Vorgang über Gebühr medikalisiert wird.
    Die Risiken einer Geburt lassen sich – wie alle Lebensrisiken – nicht auf null drücken: es bleibt immer ein Restrisiko, wie qualifiziert und verantwortungsvoll die GeburtshelferInnen auch arbeiten – egal ob im Krankenhaus, im Geburtshaus oder – oft ungestörter und mit geringeren hygienischen Risiken – bei den Frauen zu Hause. Und für dieses – seit Jahren in Deutschland gleichbleibend geringe und keineswegs steigende – Restrisiko wird eine gesellschaftlich getragene Solidarleistung benötigt, die die Eltern der betroffenen Kinder entlastet. Dies darf doch aber nicht auf Kosten des Geburts-Beistandes geschehen, der in aller Regel unter Selbstausbeutung und mit höchster Kompetenz für die Rechte der werdenden Mütter kämpft und eintritt!
    Ich lade sie ein, uns mal zu besuchen, damit ich ihnen klar machen kann, wie es sich anfühlt, dass meine Frau für einen Fulltime-Job mit häufigen Nachteinsätzen, weit mehr als 220 Arbeitstagen pro Jahr und der Verantwortung für Leben und Tod von Müttern und Neugeborenen gerade mal 1.500 € pro Monat verdient – das macht einen Stundenlohn von ca. 7,50€ aus. Dafür geht sie das hohe Risiko ein, für einen vielleicht nicht widerlegbaren Vorwurf dreissig (!) Jahre lang ins Gefängnis zu wandern, nur weil sie nicht beweisen kann, alles richtig gemacht zu haben. Schlimmer noch ist die Angst, dass ein Anwalt wie sie ihr vielleicht einen Strick daraus dreht, dass sie aus der genauen Kenntnis eines natürlichen Vorgangs etwas tut oder unterlässt, was ohne medizinische Indikation ungerechtfertigter Weise zu einem schwerwiegenden Eingriff führen würden, bei dem das Risiko von Schädigungen von Mutter und Kind nur im Notfall eingegangen werden darf.
    Zum Glück erkennen neben immer mehr schwangere Frauen auch diverse internationale Studien, dass Sicherheit bei der Geburt allein durch 1:1-Betreuung durch einfühlsame Hebammen erhöht wird, und nicht durch Kaiserschnitte oder Interventionen.
    In diesem Zusammenhang von erfolgreicher Lobbyarbeit der Hebammen zu sprechen, ist schon fast beleidigend: selten habe ich einen Berufsstand gesehen, der eine so eine geringe Lobby hat, wie Hebammen. Was glauben sie, wie sich meine Frau fühlt, wenn sie wieder eine sowieso schon lächerlich geringe Krankenkassenrechnung um 3,22€ gekürzt bekommt, weil sie ein Kreuzchen auf ihrer Abrechnung vergessen hat. Oder wenn die Krankenkassen „großzügig“ die wiedermal um 500€ jährlich gestiegene Haftpflichtprämie mit einstelligen Eurobeträgen pro Geburt „aufgefangen“ hat: sie fühlt sich wie ich einfach nur ohnmächtig und wütend und einer extremen Übermacht ausgesetzt, die noch dazu am längeren Hebel sitzt!
    Ich kann nicht verstehen, welche Erfahrungen sie zu dieser von mir so empfundenen Verunglimpfung von freiberuflichen Hebammen gebracht haben, aber ich kann ihnen nur raten, sich künftig vor Veröffentlichung solcher nach meiner Ansicht polemischen Falschaussagen intensiver mit den Betroffenen auseinanderzusetzen.
    Eine Hebamme – egal ob freiberuflich oder angestellt – wird eben gerade versuchen, die Ressourcen der Frau zum Gebären zu stärken, die diese von Natur aus hat. Und sie wird sehr verantwortungsbewusst -als freiberuflicher Profi für physiologische Geburt – den Zeitpunkt erkennen, an dem sie eine Frau an den Arzt – dem Fachkollegen für Geburtspathologie – übergeben muss.
    Nun noch einige Kommentare zu einigen ihrer nach meiner Auffassung völlig realitätsfremden Aussagen:
    „Die Mitglieder der Krankenkassen finanzieren also die Schadensfälle der freiberuflich tätigen Entbindungshebammen.“
    Andersherum wird ein Schuh daraus: bisher finanzieren allein geburtshilfliche Ärzte und Hebammen die Lasten eines bedauerlicherweise eingetretenen Geburtsschadens. Damit wird ein Risiko ausgerechnet auf die abgeladen, die es zu vermeiden suchen und unter höchstem persönlichen Einsatz dabei helfen, es zu verringern. Das ist genauso, als würden sie den Polizisten dafür verklagen, dass ein Einbrecher seine Tat durchführen konnte.
    Zudem unterstellt diese Formulierung mutmaßlich, dass freiberufliche Entbindungshebammen vorsätzlich durch ihre Tätigkeit dafür sorgen, dass ein Schaden entstehen kann. Leider gibt es noch keine Statistik, wie viele psychische und physische Verletzungen und medizinisch kaum zu rechtfertigenden Interventionen ausgerechnet durch die Tätigkeit von außerklinischen Hebammen vermieden wurden! Ich bin sicher, dass nicht nur die Eltern darüber erschrecken würden.
    „Die Hebammen kritisieren, dass sich die Haftpflichtprämien erhöht haben, da die behinderten Kinder länger leben und die Kosten der Pflege der behinderten Kinder hoch seien(!).“
    Andersherum wird ein Schuh daraus: die Hebammen stellen fest, dass der nunmehr einzige (!) Haftpflichtversicherer, der überhaupt noch Geburtsrisiken versichern will, als einzigen Grund für die Erhöhung seiner Prämien die gestiegenen Kosten von „Großschadensfällen“ angegeben hat. Die Verbände kritisieren nicht die Erhöhung der Prämien, sondern dass die Erhöhung allein auf sie abgewälzt wird!

    „Dabei muss man wissen, dass die in Krankenhäusern tätigen angestellten Hebammen, die bei jeder Geburt mit Ärzten kooperieren, keinerlei Probleme haben, ausreichenden Versicherungsschutz zu erlangen.“
    Soll das ein Witz sein? Unser Krankenhaus muss in diesem Jahr 600.000€ mehr Haftpflichtprämien bezahlen, und weiß nicht, wie es diese Steigerung um nahezu 25% auffangen soll! Wissen sie, dass selbst angestellte Hebammen, die nebenbei auch selbstständig arbeiten, ebenso die drastisch steigenden Haftpflichtprämien zahlen müssen, wenn sie ihren ureigenen Beruf weiter ausüben wollen? Das können schon jetzt ca. 25% aller Hebammen in Deutschland kaum noch.

    „Aus meiner Sicht bedarf es einer klaren gesetzlichen Regelung und eines gesetzlichen Verbots von Hausgeburten und Geburtshäusern, da diese die notwendigen und überlebenswichtigen Mindestanforderungen für eine geburtshilfliche Betreuung nicht erfüllen können.“
    Bei dieser Forderung blieb mir schlicht der Mund offen stehen. Kennen sie die ausgezeichneten Statistiken der unabhängigen QUAG über die Qualität von Hausgeburt und Geburtshäusern? Kennen sie die Ergebnisse der soliden GKV-Studie über die hervorragende Qualität der außerklinischen Geburtshilfe? Ganz offensichtlich nicht, sonst würden sie sich nicht zu einer solchen ungeheuerlichen Aussage versteigen. Das grenzt schon fast an Verunglimpfung oder gar Verleumdung eines geburtshilflichen Sektors, dem von allen Seiten, insbesondere von den betreuten Eltern, uneingeschränkter Respekt für ihre Professionalität und Kompetenz gezollt wird. Letzteres vermisse i c h nach der Lektüre ihres Traktats in fast jeder Hinsicht.

    Antworten
    • Dipl.- med. J. Haas
      Dipl.- med. J. Haas sagte:

      Vielen Dank für diesen Kommentar zu einem vollkommen deplatzierten Artikel, mit dem sich Herr Fachanwalt eindeutig parteiisch positioniert hat.
      Ich selbst bin langjährig als Sachverständiger in der Beurteilung von Geburtsschäden tätig. Die Perspektive des Herrn Fachanwaltes kann ich keinesfalls teilen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass innerklinische Geburten wesentlich schadensreicher verlaufen, als außerklinische. Zeit- und Personalnot in der Klinik lassen Mängel entstehen, die den gesamten medizinischen Versorgungsapparat umfassen. Jedoch können sich die Ärzte erfahrungsgemäß eher aus der Schlinge bringen, als die Hebammen- sie sagen einfach, nicht rechtzeitig informiert worden zu sein.
      Die derart eindimensionale Betrachtungsweise des Herrn Fachanwaltes ist beschämend!

      Antworten
  34. M.S.
    M.S. sagte:

    Und ist es nicht auch unrecht und sogar Körperverletzung wenn eine Schwangere zum Kaiserschnitt gezwungen wird weil eine natürliche Geburt angeblich nicht möglich ist. Nur damit das Krankenhaus damit mehr Geld verdienen kann. Schämen sie sich nicht die natürlichste Sache der Welt in den Dreck zu ziehen. Fragen sie vielleicht mal ihre eigenen Eltern wie Sie auf die Welt gekommen sind.

    Antworten
  35. Cindy Pannek
    Cindy Pannek sagte:

    Da haben Sie wohl erreicht was Sie wollten: ein Blog der Beachtung findet,wenn auch negative. Es ist unglaublich was Sie hier schreiben! Ich, und jede andere Frau, habe das Recht selbst zu bestimmen wo mein Kind zur Welt kommt. Nachweislich klappt es dort am besten wo sich die Frau am wohlsten fühlt. Und nur weil man einen Kaiserschnitt hat und ein Krankenhaus kommen die Babys dort nicht automatisch besser oder gesünder zur Welt. Ganz im Gegenteil. Und Sie sollten mal überlegen wen Sie mit Ihrem Artikel angreifen. Nicht etwa die Hebammen. Sondern die Frauen, deren Rechte Sie als Schwangere beschneiden wollen!

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  36. I.D.
    I.D. sagte:

    Sehr geehrter Herr Uphoff,

    ich versuche mich mal juristisch korrekt auszudrücken:

    Ich empfinde ihre Äußerung insgesamt als fachlich und sachlich unkorrekt!
    Als juristischer Laie würde ich es schlichtweg als „gequirlte Scheiße“ bezeichnen, was ihnen natürlich absolut zusteht, von sich zu geben. Wir leben ja in einem freien Land und es gibt sicherlich kein Gesetz der Welt, dass Anwälten verbietet einfach mal „dummes Zeug“ zu veröffentlichen, keine Ahnung zu haben und überhaupt an überheblichem Größenwahn zu leiden ……

    Ich habe sowohl in der Klinik entbunden als auch zu hause und kann bislang leider nur im Kontext mit Gynäkologen, also Fachärzten für Frauenheilkunde, inner- und außerklinisch von schlechten Erfahrungen berichten, die vermutlich teilweise sogar juristisch zu belangen wären. Ich werde eine erfahrene Hebamme immer einem Arzt vorziehen, denn meine Erfahrung nach drei Geburten und zwei totgeborenen Kindern (in der Klinik!!! ) ist eindeutig, dass Hebammen von der Materie Geburt mehr verstehen als irgendein Facharzt mit noch so vielen Doktor-Titeln!

    Die Haftpflicht, von der sie da sprechen, müssen Fachärzte die Geburten betreuen ja ebenso abschließen und haben innerklinisch auf jeden Fall mehr Gelegenheit diese Geburten zu vermasseln als Hausgeburtshebammen, denn sie sind weitaus häufiger verantwortlich für eine Geburt als die freien Hebammen.

    Unter den Bedingungen, die sie da so schildern sollte man das Kinderkriegen tatsächlich gesetzlich verbieten …. unbedingt sogar! Und Menschen mit einem so hohen KONTROLLBEDÜRFNISS wie dem von ihnen dargestellten eine gute Therapie nahelegen, denn bei allem Fortschritt wird es nie dazu kommen, alles kontrollieren zu können und den Tod, Unfälle, Behinderungen etc. aus dem Leben auszuschließen.

    Antworten
  37. Vera
    Vera sagte:

    Wie verbohrt und weltfremd muss man sein, um auch nur ein Wort zu glauben das Sie hier von sich geben? Ich nehme an, Sie haben weder Frau noch Kinder. Ansonsten haben diese mein aufrichtiges Mitgefühl! Unterstützung und Vermittlung von Selbstwertgefühl und Vertrauen in natürliche Abläufe und die eigenen Fähigkeiten sind von Ihnen offensichtlich nicht zu erwarten. Stattdessen zänkische Gehässigkeit die jeder sachlichen Grundlage entbehrt. Ein Armutszeugnis für Sie, Herr Uphoff!

    Antworten
  38. Christin
    Christin sagte:

    Sehr geehrter Herr Uphoff,

    etwas vorangehende Recherche hätte ihrem Artikel durchaus gut getan, ich denke dies sollten Sie im Zuge Ihren Jura-Studiums durchaus gelernt haben. Denn dann wäre Ihren aufgefallen, dass Sie nicht eine einzige Studie gefunden hätten, die diese ungeheuerlichen Behauptungen, die Sie da anstellen, bestätigen könnte. Was jedoch nicht daran liegt, dass es keine Studien zum Thema gibt, sondern daran, dass sie allesamt belegen, dass Haus- und Geburtshausgeburten KEIN ERHÖHTES RISIKO gegenüber einer Klinikgeburt darstellen.

    Antworten
  39. EG
    EG sagte:

    Mit Ihrem Artikel stellen Sie Ihre Kompetenz als Anwalt nicht nur in Frage. Sie zeigen deutlichst, dass Sie sich mit der Materie nicht befasst haben und auf plumpe Art das nachplappern, was andere schlecht informierte Menschen schon gesprochen haben. Ein klareres Zeichen Ihrer Inkompetenz hätten Sie nicht setzen können. Sie sollten diesen Text besser von Ihrer Seite nehmen bevor ein Kollege von Ihnen Sie wegen Verleumdung verklagt.

    Antworten
  40. rf
    rf sagte:

    Unglaublich, was Sie da raus gelassen haben Herr Uphoff!
    In Ihrem Beitrag ist nichts wahrheitsgemäß wiedergegeben, es scheint so, als wollten Sie gezielt gegen die freiberuflichen (Geburts)Hebammen hetzen und das als Fachanwalt!!!
    Sie sollten sich an Fakten halten!
    Schämen Sie sich Herr Uphoff!

    Antworten
  41. Sandra
    Sandra sagte:

    Sie fordern ein gesetzliches Verbot von Hausgeburten und Geburtshäusern?
    Wo leben wir denn wenn mir jemand vorschreibt wo ICH mein Kind bekomme?
    Es lebe der demografische Wandel, ohne meine Hebamme krieg ich kein Kind mehr und da bin ich sicher nicht allein.
    Abgesehen davon schliesse ich mich meinen Vorrednern an, Ihre Aussagen sind schlichtweg falsch!

    Antworten
  42. Nessa Elensar
    Nessa Elensar sagte:

    Ich möchte auch in ein paar Jahren von einer Hebamme betreut werden, die zeit für mich hat. Schade, dass ihnen das wohl der zukünftigen Generation so wenig am Herzen liegt.

    Antworten
  43. ml
    ml sagte:

    Oh wei. Ich empfehle Ihnen, diesen Beitrag möglichts schnell von Ihrer Seite zu löschen, vielleicht kommt ja ein findiger ANWALT auf die Idee, Sie wegen der vielen Falschaussagen zu belangen? Selten etwas gelesen, das so eindeutig mit falschen Zahlen und Aussagen Panikmache versucht um die eigenen finanziellen Schäfchen ins Trockene zu bringen.

    Antworten
  44. Petra Schuck
    Petra Schuck sagte:

    Sehr geehrter Herr Doktor Uphoff,

    eine Frage darf erlaubt sein. In Ihren Ausführungen behaupten Sie folgendes: „Ich halte es für untragbar, wenn die Zusammenhänge und der Grund der höheren Versicherungsprämien verschleiert werden und nicht eindeutig klargestellt wird, dass Versicherungen die Erhöhung der Haftpflichtprämien deshalb vorgenommen haben, weil Hebammen behandlungsfehlerhaft Entbindungen betreut und geburtsassoziierte Hirnschädigungen verursacht haben.“ Zugleich kann man Ihren weiteren Ausführungen entnehmen, dass scheinbar die Anzahl der durch Hebammen allein verantworteten „Schadensfälle“ gestiegen seien. Sehr interessante Darstellung. Ergo kann ich dann auch annehmen, dass die gestiegenen Haftpflichtprämien für niedergelassen Frauenärzte, insbesondere der Belegärzte mit Geburtshilfe, und Krankenhäuser, sowohl die kleinen Kliniken mit einer Geburtenzahl von ca. 350/Jahr bis hin zur universitären Klinik mit mehreren Tausend Entbindungen/Jahr, ebenfalls in einer Zunahme der von ihnen verursachten „Schadensfälle“ begründet sind, oder? Interessant auch, wenn der „Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.“ in einer Studie, die sich mit den dramatischen Teuerungen von Personenschäden im Heilwesen allgemein und denen bei freiberuflichen Hebammen im Besonderen befasst, feststellt, dass „nicht die Anzahl der Schäden für die Versicherer ein Problem darstellt – die liegt relativ konstant bei 600 im Jahr – sondern die Höhe. Das habe viele Ursachen. Vor allem hänge es damit zusammen, dass Patienten mit schweren Geburtsschäden – und darum geht es in erster Linie – sehr viel älter werden als noch vor Jahren und sich die Lebenserwartung dank moderner Medizin immer weiter erhöht.“ Also hat sich dieses Argument nicht der Deutsche Hebammenverband ausgedacht. (Nachzulesen im übrigen in Versicherungswirtschaft 2012, S. 1109)
    Wenn Sie andere Zahlen kennen, dann lassen Sie mich teilhaben, ansonsten kann nur vermutet werden, dass Ihre Darstellung nur in der eigenen subjektiven Wahrnehmung begründet sein kann und bitte Herr Doktor, verstehen Sie darunter Wissenschaftlichkeit?

    Antworten
  45. UB
    UB sagte:

    wie peinlich für Sie, Herr Uphoff. Selten soviel unreflektierten Mist gelesen. Ein Eigentor schlechthin. Sie haben offensichtlich keine Ahnung von Frauen und Geburtshilfe.

    Antworten
  46. Catrin Arends
    Catrin Arends sagte:

    Da graust es mir schon beim überfliegen, eine endlose Zusammenschrift an Halbwahrheiten und noch schlimmer absoluter Ahnungslosigkeit. Die deutschen Kreissäle sind doch schon längst aus Kostengründen outgesorst.. wieviele angestellte Hebammen es noch gibt? Wenig das ist mal klar, zukünftig darf ich dann meine Kinder mit einem überarbeiteten Arzt im Praktikum bekommen der mir Stundenlang den Rücken massiert? Mich hält und aufbaut, wenn gefühlt nichts mehr geht? Ich denke nicht, ich werde auf einen OP Tisch geschnallt und mein Kind wird mit Gewalt aus dem Bauch gezogen. Am besten danach direkt auf die Intensiv wegen „Anpassungsstörungen“, so sieht der Alltag in deutschen Kliniken doch bereits aus.

    Antworten
  47. Wolfgang R.
    Wolfgang R. sagte:

    Schämen Sie sich nicht in dieser Art und Weise zu polarisieren? Ich schließe mich den anderen kritischen Bloggerinnen an, dass Ihr Artikel von wenig Fachkenntnis und von den Zuständen des Berufsstands der Hebammen geprägt ist. Der Prozess zur Erlangung Ihres Doktortitels scheint Ihnen keine wissenschaftlicher Vorgehensweise beigebracht zu haben.
    1. Sie hacken auf einem Berufsstand herum, der im Vergleich zu Pharmaindustrie und Ärzten eine eher schwache Lobby hat. Schauen Sie sich die teilweise armseligen Bemühungen des Verbands an, über Jahre hinweg ein paar Euro mehr herauszuhandeln.
    2. Wissen Sie wieviel Euro eine Hebamme für eine Nachsorge erhält? Vor ein paar Jahren lag diese Prämie noch bei 25€, Arbeitszeit ca. 1 Stunde plus Anreisezeit zur Wöchnerin. Dafür würden Sie nicht einmal aufstehen.
    3. Die Haftpflichtprämien der Ärzte zahlt ebenfalls jeder Versicherte mit. Das ist kein Diskussionspunkt?
    4. Das System der freiberuflichen Hebammen wird allein schon dadurch gefördert, weil Kliniken sich nicht in der Lage sehen angestellte Hebammen so zu bezahlen, dass ein Überleben gesichert ist. In Vollzeit angestellt Hebammen werden ähnlich schlecht bezahlt wie Krankenschwestern, haben jedoch in Geburten die volle Verantwortung für das Ergebnis. Ist das aus Ihrer Sicht richtig? Glauben Sie nicht, dass Hebammen lieber in einem Angestelltenverhältnis arbeiten möchten, das ihnen finanzielle Sicherheit bietet?
    5. Sie sollten zur Beurteilung der Situation die Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist, jede noch so kleine Möglichkeit, in der ggf. die Natur zur sicher schlimmen Situation eines Problems bei der Geburt beigetragen hat, mit rechtlichen Schritten zu verfolgen. Ich sage nur: Amerikanische Verhältnisse…
    6. Nur weil Sie Schadensopfer als Anwalt begleiten, sollten Sie nicht den Fehler machen und eine solch peinliche Show abliefern. Sie werden sonst von Ihren Kollegen nicht mehr ernst genommen.

    Antworten
  48. M.I.
    M.I. sagte:

    Bevor Sie so was schreiben, sollten Sie erstmal eine Krankenhausgeburt und eine Hausgeburt miterlebt haben und sichdann richtig informieren, wo überall freiberufliche Hebammen arbeiten. Meine Güte! Weil es solche Männer wie Sie gibt, gibt es so viele traumatische Geburten & Lebensläufe.

    Antworten
  49. Barbara
    Barbara sagte:

    Ich habe mich selten so fremdgeschämt! Informieren Sie sich besser! Und bitte etwas mehr Demut gegenüber Vorgängen und Zusammenhängen, von denen Sie anscheinend nichts verstehen.

    Antworten
  50. Alina Bronsky
    Alina Bronsky sagte:

    Dass es aus Ihrer Sicht „eines gesetzlichen Verbots von Hausgeburten und Geburtshäusern bedarf, da diese die notwendigen und überlebenswichtigen Mindestanforderungen für eine geburtshilfliche Betreuung nicht erfüllen können“, outet Sie als einen Lobbyisten mit Doktortitel, der Falschinformationen verbreitet. Das ist unprofessionell, unmoralisch und unerträglich. Ihr Beitrag ist zum Schaden der Frauen, der Kinder und der Familien formuliert. Da schüttelt es einen!

    Antworten
  51. C. G.
    C. G. sagte:

    Wie kann mann(!) nur die Tatsachen so verdrehen! Was bei ärztlich geleiteten Geburten an Eingriffen vorgenommen wird und wie viele Frauen danach erst recht „gerettet“ werden müssen, hat uns Amerika längst vorgemacht. Inzwischen finden auch bei uns in so manchen Krankenhäusern zu 50% Geburten durch Kaiserschnitte statt. Das sind schwere, risikoreiche Eingriffe, bei denen genug schiefgeht. Doch das sind wohl keine Kunstfehler, Eingriffe zu tätigen, die an sich nicht notwendig sind? Mir scheint, sie kennen die statistischen Zahlen nicht oder ignorieren sie bewusst, auch die über die Qualität der außerklinischen Geburtshilfe. Keine Mutter riskiert freiwillig ihr Leben oder das ihres Kindes. Gerade Hausgeburtseltern sind in höchstem Maße informiert und Hausgeburtshebammen extrem kompetent in der Geburtsbegleitung. Ein Restrisiko bleibt immer. Leben ist immer lebensgefährlich. Aber die Statistiken sprechen eine deutliche Sprache. Diese Zahlen zu ignorieren und solche Unwahrheiten zu verbreiten, halte ich für gefährlich. Mir wird Angst, wenn ich an meine Kinder denke, wenn sie selbst einmal Kinder bekommen wollen!

    Antworten
  52. Nadine K
    Nadine K sagte:

    Und sowas kann sich wieder mal nur ein Mann ausdenken der keine Ahnung hat vom Kinder kriegen. Selten so ein Blödsinn gelesen

    Antworten
  53. Stephanie Euler
    Stephanie Euler sagte:

    Ihre Annahmen sind grundsätzlich falsch. Wenn Ihre Arbeit bei der Betreuung von Eltern geburtsgeschädigter Kinder ebenfalls so pro-ärztlich gefärbt ist, wundert es mich dass Sie überhaupt noch Arbeit haben.

    Fakt ist, dass auch Krankenhäuser Probleme haben, einen bezahlbaren Versicherer zu finden.

    Fakt ist, dass auch Ärzte Probleme haben, bezahlbare Versicherer zu finden.

    Fakt ist, dass auch Beleghebammen – die KLINISCH arbeiten – freiberuflich sind, und keinen Versicherer mehr finden.

    Fakt ist, dass die Schadensfälle (die Anzahl!) NICHT gestiegen ist.

    Fakt ist, dass Vergleiche mit unserem europäischen Nachbarland – den Niederlanden – zeigen, dass außerklinische Geburten genauso sicher sind.

    Und Fakt ist, dass nichts so gefährlich ist wie eine UNGEPLANTE ALLEINGEBURT. Und genau DAZU wird es kommen. Dann werden Sie arbeitslos, außer die Eltern wollen sich selbst verklagen. Außer, Sie werden dann zum Ankläger des Systems, das dazu geführt hat, dass kleine Geburtstationen geschlossen wurden, und Hebammen nicht mehr verfügbar waren.

    Meine Wenigkeit neigt zu schnellen Geburten. Ich habe das gewaltige Problem, mein potentiell nächstes Kind entweder im Auto zu bekommen, denn jedes verfügbare Krankenhaus ist weiter weg als ich unter Wehen fahren kann, oder geplant alleine. Wie lösen Sie dieses Problem, Herr Uphoff? Stehen Sie als Geburtshelfer zur Verfügung? Was dazu führen könnte, dass ich mir das nochmal überlege mit dem Kind.

    Antworten
    • mb
      mb sagte:

      Danke für diese Antwort, ich habe beide Kinder mit einer Beleg Hebamme im Krankenhaus bekommen, es waren zwei ganz wundervolle Geburten ganz im Gegensatz zum Großteil meiner Freundinnen, die einfach so ins Krankenhaus gegangen sind zum entbinden.

      Antworten
    • selina
      selina sagte:

      Danke du sprichst mir aus der Seele,
      ich habe meine Tochter ungeplant alleine zur Welt bringen müssen und war froh mich fur eine freie Hebamme entschieden zu haben, denn die stand mir die ganze Zeit am Telefon bei, weil sie es eben nicht so schnell bis zu mir geschafft hat!

      Das meine Tochter gestorben ist, hätte auch nicht verhindert werden können, wenn die Entbindung im KH erfolgt wäre!

      Soviel zu den viel besseren Bedingungen im KH gegenüber einer Hausgeburt bzw. Einer Geburtshausgeburt.

      Antworten
  54. S. Haupt
    S. Haupt sagte:

    Dann verraten Sie uns doch einmal,wieviel Klienten sie vertreten durch Schäden in der Klinik und wieviele durch Schäden im GH oder bei der HG.
    Dieser Beitrag hier von Ihnen kann nur ein schlechter Witz sein.

    Antworten
  55. hce
    hce sagte:

    Hallo? Es geht doch um die Gefahren für die Kinder, um deren bestmöglichen Schutz und nicht um die Befindlichkeiten der Mütter. Im übrigen:Wenn es stimmt, dass 85% der Großschäden (dh mit einer Schadenssumme über €2Mio) in dem Segment Hausgeburten entstehen, dann zeigt das doch, welche Risiken dort bestehen, in der Regel nicht zu Lasten der Mutter, aber immer zu Lasten des Kindes.

    Antworten
    • Michis Welt
      Michis Welt sagte:

      Das ist schlichtweg falsch. Diese Zahl stimmt nicht und lässt sich so auch über den GDV nicht ermitteln. Das mag ja Herr Uphoff auf sine Fälle persönlich recherchiert haben (das aber auch nicht, soweit ich die Urteile hier überblicken kann). So funktioniert statistisches Rechnen nun einmal nicht. Herr Uphoff, auch wenn er es mglw. gerne wäre, ist nun mal nicht das statistische Maß aller Dinge. Wenn ich mir die hier vorgestellten Urteile anschaue, dann zeigen sie vielfach vorhandene Missstände in Kliniken auf. Wir von der Hebammenunterstützung setzen uns dafür ein, dass diese beseitigt werden.

      Antworten
  56. Katrin
    Katrin sagte:

    Wenn man sich Ihren Blog anschaut, gewinnt man den Eindruck, dass Ihre Fälle vor allem in Kliniken passiert sind – man sollte das Gebären also am besten generell sein lassen, um jedem durch medizinisches Personal verursachten Schaden zu entgehen. Als Mann kann man sich außerdem zu diesem Thema einfach keine Meinung anmaßen, jede Frau muss selbst entscheiden dürfen, wie sie Ihr Kind zur Welt bringt.

    Antworten
  57. C. M.
    C. M. sagte:

    Entschuldigen Sie, aber ist es nicht etwas anmaßend, als Mann darüber zu urteilen, wo „jede Frau“ vor einer Geburt am besten aufgehobe wäre? Ich war vor meiner ersten Geburt auch sicher, dass das Krankenhaus ein guter Ort für eine Geburt wäre, aber nun muss ich sagen, dass Geburtshaus und Hausgeburt wesentlich entspannter und komfortabler sind. Und im Gegensatz zu Ihnen beruht mein Wissen nicht auf Panikmache, Ideologie oder Hörensagen, sondern auf meiner eigenen kleinen Empirie.
    Aber verstehe schon, der Kommentar wird nicht veröffentlicht, schliesslich geht es um Ihren Verdienst durch Geburtsschäden und die damit verbundenen einklagbaren Schadensersatzforderungen (deren ständiges Ansteigen die Haftpflichtprämienerhöhung der Hebammen bedingt: Ursache – Wirkung bitte nicht verdrehen). Als ob Geburt und Tod jemals „versichert“ werden könnten….

    Antworten
    • VCW
      VCW sagte:

      Sie sollten sich ganz dringend mal einen Kaiserschnitt anschauen. Ich habe erst letzte Woche im Rahmen eines Praktikums einem Beigewohnt.
      Es ist ein zutiefst unnatürlicher Akt bei dem nur dir oberste Hautschicht geschnitten wird. Die Operateure reißen den Rest mit bloßen Händen. Dies nennt man dann einen sanften Kaiserschnitt.
      Das Kind wird aus dem Bauch gerissen und sofort von gleißendem Licht geblendet. Es kann nicht zu seinen Eltern sondern muss als erstes mit der Hebamme gehen was die Bindung enorm schädigt.

      Es verbleibt meinen Vorrednern beizupflichten, dass Sie schlecht recherchiert haben und ich hoffe, dass Sie selbst keine Kinder bekommen. Ist ja eh viel zu gefährlich.
      Es grenzt an ein Wunder, dass die Menschheit nicht schon vor 200 Jahren, wo es noch keine Kaiserschnitte und fast nur Hebammen gab, ausgestorben ist.

      Ein hoch auf die Hebammen und ihre wundervolle Arbeit!!!

      Antworten

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